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Digitale Medien sind Jobmotor der Region

Medienindex Berlin-Brandenburg 2015 Digitale Medien sind Jobmotor der Region

Spiele und digitale Medien sind für die Medienindustrie immer wichtiger. Mit einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Euro hat die Games-Branche bereits die Filmwirtschaft überflügelt, wie aus dem Medienindex 2015 hervorgeht, den das Medienboard Berlin-Brandenburg veröffentlichte.

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Der scheidende Medienboard-Chef Elmar Giglinger

Quelle: Foto: dpa

Berlin. Die digitalen Branchen Internet, Mobile und Spiele sind die Gewinner des Booms rund um den Medienstandort Berlin-Brandenburg. Zugleich entwickelt sich die Medienwirtschaft insgesamt zu einem immer wichtigeren regionalen Jobmotor. Das ist das Ergebnis des am Dienstag vorgestellten Medienindex Berlin-Brandenburg 2015. Die audiovisuelle Medienwirtschaft, zu der auch Film und Fernsehen zählt, erzielte danach ein Umsatzplus von neun Prozent und kommt auf 6,3 Millionen Euro. Die Zahl der Beschäftigten stieg 2014 gegenüber dem Jahr davor um 11 Prozent auf 64 900 Beschäftigte, die in etwa 11 000 Unternehmen tätig sind. „Die Dynamik sucht im Bundesgebiet ihresgleichen“, hob der Geschäftsführer beim Medienboard Berlin-Brandenburg, Elmar Giglinger (50), hervor. Die dominierende Rolle spiele natürlich Berlin, betonte er. Das Land Brandenburg würde aber massiv von der für digitale Medien so attraktiven Berlins profitieren.

Giglinger hofft mit Blick auf die gesamte Branche auf einen positiven „Homeland“-Nachhall. Die 5. Staffel der US-amerikanischen Fernsehserie war komplett in der Region gedreht worden. Als ein Highlight 2014 nannte der Geschäftsführer den von Tom Tykwer und Tom Hanks in Babelsberg gedrehten Film „Hologramm für einen König“. Berlin und Brandenburg hätten den Ruf, dass hier in guter Qualität produziert werden könne und dies im nationalen und internationalen Vergleich sehr kostengünstig, betonte er.

Giglinger präsentierte vorerst zum letzten Mal den Medienindex. Nach fünf Jahren als Geschäftsführer für Standortmarketing scheidet er in Kürze aus, um sich neuen Aufgaben zu widmen. Berlin und Brandenburg müssen nun einen Nachfolger finden, wer künftig an der Seite von Kirsten Niehuus, der Geschäftsführerin für Filmförderung, stehen wird.

Fernsehen und Film haben laut Medienindex das Krisenjahr 2009 gut überstanden, als es massive Einbrüche bei Beschäftigtenzahlen gab. In beiden Branchen seien die Umsätze und Unternehmenszahlen leicht gestiegen. So gab es in der 2013 bei Beschäftigten ein Plus von acht Prozent (gut 7600 Beschäftige) gegenüber dem Jahr davor; in der TV-Wirtschaft waren es sogar zehn Prozent mehr (7200). Zugleich stieg die Zahl der Unternehmen in der Filmbranche zwischen 2012 und 2013 um 16 Prozent auf rund 1900 – so stark wie in keiner der untersuchten Branchen. Wachstumstreiber ist die Spielebranche. Sie erzielte 2013 Umsätze von rund einer Milliarde Euro (plus sieben Prozent). Die Zahl der Beschäftigten stieg um 16 Prozent auf 11 500 – so viel wie in keiner der anderen Branchen.

Für den neuen Medienindex hatte das Institut „House of Research“ im Auftrag von Medienboard die Arbeitsmarktstatistik 2014 und die Umsatzsteuerstatistik 2013 ausgewertet.

Von Igor Göldner

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