Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 19 ° Gewitter

Navigation:
"Dramatische Unterfinanzierung" der Bahn

Marode Gleise und veraltete Stellwerke "Dramatische Unterfinanzierung" der Bahn

Marode Brücken, veraltete Stellwerke, überlastete Knotenpunkte: Im Schienennetz knirscht es an vielen Stellen. Bahnchef Rüdiger Grube sieht dringenden Investitionsbedarf in Milliardenhöhe. Nun trommelt er für mehr Geld. Grube will den Bund stärker in die Pflicht nehmen.

Voriger Artikel
Bahn-Chef Grube fordert Milliarden für das Schienennetz
Nächster Artikel
Bericht: Blackberry-Gründer kooperieren mit Cerberus

Bahnchef Rüdiger Grube.

Quelle: dpa

Berlin. Berlin - Im deutschen Schienennetz fehlen nach Einschätzung von Bahnchef Rüdiger Grube Investitionen in Milliardenhöhe. „Angesichts der dramatischen Unterfinanzierung hat die Bahn einen Investitionsstau bei Gleisen, Weichen und Stellwerken von über 30 Milliarden Euro”, sagte er dem
Nachrichtenmagazin „Der Spiegel” (Montag). Die Länder beklagen bereits seit Jahren, dass zu wenig Geld ins Netz fließe.

Zwar würden Bund und Bahn jedes Jahr drei Milliarden Euro in das Netz investieren, doch um die heutige Qualität zu sichern, seien mehr als vier Milliarden Euro pro Jahr nötig, erklärte der Chef des bundeseigenen Konzerns. „Wenn sich nichts ändert, steigt der Rückstand bis 2020 auf gigantische 50 Milliarden Euro.” Bei den zusätzlichen Geldern müsse der Bund helfen, forderte Grube. Die Bahn stehe zwar zu ihrer Verpflichtung, jedes Jahr zwei Milliarden Euro Eigenmittel in das Netz zu stecken. Klar sei aber: „Weil die Schiene jahrzehntelang vernachlässigt wurde, können wir es allein nicht schaffen.” Sollten die Investitionen ausbleiben, gebe es nur noch zwei Möglichkeiten, meinte Grube: „Entweder die Qualität der Bahn lässt deutlich nach, es gibt also mehr unpünktliche Züge. Oder wir müssen Strecken sperren.” Schon der Erhalt des Schienennetzes sei eine Aufgabe, die die Bahn mindestens eine Generation lang beschäftigen werde.

Das Netz sei überaltert, klagte der Bahn-Chef. „Hunderte unserer Stellwerke hätte noch Kaiser Wilhelm einweihen können.” 1400 Bahnbrücken seien zudem in einem so kritischen Zustand, dass sofort gehandelt werden müsse. Der Grundsatz sollte daher lauten: „Das Bestandsnetz hat Vorrang vor dem Aus- und Neubau.” Überlastete Knotenpunkte wie Hamburg, Frankfurt am Main oder Köln müssten erweitert werden. Bahnübergänge seien zu ersetzen, damit die Züge schneller fahren könnten. dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 12.180,50 -0,19%
TecDAX 2.260,50 -0,43%
EUR/USD 1,1747 +0,17%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

MÜNCH. RÜCK 178,64 +1,63%
RWE ST 20,54 +1,33%
E.ON 9,59 +1,15%
MERCK 90,91 -1,56%
FRESENIUS... 68,85 -1,15%
FMC 78,96 -0,75%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 126,02%
Crocodile Capital MF 103,59%
BlackRock Global F AF 101,33%
Allianz Global Inv AF 99,51%
Commodity Capital AF 95,56%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Soll der Hundeleinenzwang ausgeweitet werden?