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Drei Viertel der Azubis zufrieden

Ausbildungsreport 2015 Drei Viertel der Azubis zufrieden

Deutscher Gewerkschaftsbund legt Ausbildungsreport 2015 vor: Die Abbrecherquote in Brandenburg ist mit 29 Prozent weiter hoch, die Ausbildungsvergütung ist leicht gestiegen.

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Die DGB-Chefin von Berlin-Brandenburg Doro Zinke.

Quelle: Foto: dpa

Berlin. In Brandenburg und Berlin sind drei Viertel der Lehrlinge mit der fachlichen Qualität ihrer Ausbildung zufrieden. Nur knapp neun Prozent geben der Qualität die Noten ausreichend oder mangelhaft. Das geht aus dem aktuellen Ausbildungsreport 2015 des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) hervor. Es wurden rund 1800 junge Frauen und Männer aus beiden Ländern befragt. Die größte Zufriedenheit herrscht der Umfrage zufolge in Großbetrieben. Das heißt auch: Je kleiner die Firma, desto weniger zufrieden sind die Lehrlinge.

Die Ausbildungsvergütung ist danach insgesamt leicht gestiegen. Im Durchschnitt liegt sie bei 620 Euro im Monat. Der DGB führt dies auf zuletzt erfolgreiche Tarifabschlüsse zurück. Zu berücksichtigen sei aber, dass sich drei Viertel der Befragten erst im ersten Ausbildungsjahr befänden, die Vergütung aber steige. Insgesamt ist im Osten die tarifliche Vergütung fast zehn Prozent niedriger (737 Euro im Monat) als in den alten Bundesländern (802 Euro im Monat).

Unterschiede gibt es bei den Ausbildungsplätzen. Während sich die Lage in Berlin weiter verschärft und die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen wieder gesunken ist, stieg in Brandenburg die Zahl der Bewerber erstmals wieder an. In Brandenburg bewarben sich bis Ende September 14 202 Jugendliche um einen Ausbildungsplatz (plus 682 Jugendliche zum Vorjahr). Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen stieg um 509 Stellen auf 12 677. Es waren 849 Jugendliche waren Ende September noch ohne Ausbildungsplatz. 1408 Ausbildungsplätze blieben unbesetzt. Damit gebe es noch 559 verfügbare Ausbildungsplätze.

Mit 29,2 Prozent liegt die Abbrecherquote in Brandenburg weiterhin recht hoch. In Berlin beendet jeder Dritte Azubi (33,3 Prozent) die Ausbildung vorfristig.

Die DGB-Vorsitzende für Berlin und Brandenburg, Doro Zinke, kritisierte, dass Brandenburg immer noch zu wenig ausbilde. Berlin habe bundesweit sogar die rote Laterne bei der Ausbildungsbeteiligung der Betriebe. „Die Betriebe müssen den jungen Leuten eine Perspektive in der Region geben und Ihnen eine gute Ausbildung mit der Chance auf Übernahme bieten.“

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) wiesen die Kritik zurück. Mit der Ausbildung gehe es klar bergauf, erklärte Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck. In Berlin wie in Brandenburg habe es zuletzt „ein deutliches Plus“ bei den betrieblichen Ausbildungsplätzen gegeben. Das zeige, dass die Unternehmen in die Ausbildung und in den Fachkräfte-Nachwuchs investierten. „Es bringt nichts, an diesem Trend herumzukritisieren und jedes Jahr aufs Neue die duale Ausbildung madig zu machen“, so Amsinck.

Von Igor Göldner

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