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E-Auto-Kaufprämie für Deutsche wenig attraktiv

Elektromobilität E-Auto-Kaufprämie für Deutsche wenig attraktiv

Mit einer Kaufprämie wollte die Bundesregierung vor über einem Jahr den Erwerb eines Elektroautos schmackhaft machen. Zugleich wollte Berlin damit das Ziel von einer Million an zugelassenen E-Autos bis 2020 nicht aus den Augen verlieren. Wie das Bundesamt für Wirtschaft nun feststellt, lassen sich die Deutschen von der Kaufprämie kaum locken.

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Die Deutschen wollten sich von der Kaufprämie nicht zum E-Auto verleiten lassen.

Quelle: dpa

Berlin. Die staatliche Prämie für den Kauf von Elektroautos stößt insgesamt auf geringes Interesse, auch wenn die Nachfrage in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen ist. In den eineinhalb Jahren seit Einführung der Prämie gingen nur für etwas mehr als zehn Prozent der Gesamtsumme Förderanträge ein, wie „Die Welt“ (Mittwoch) berichtet. Die Zeitung bezieht sich auf Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Demnach wurden bislang 46 897 Anträge für einen Zuschuss beim Kauf eines E-Autos gestellt. „Für diese Förderung stehen insgesamt 600 Millionen Euro zur Verfügung. Bis heute sind rund 65 Millionen Euro gebunden“, sagte Bafa-Präsident Andreas Obersteller dem Blatt.Der Bund fördert den Kauf eines Batterieautos oder Brennstoffzellenfahrzeugs mit 2000 Euro. Für ein von außen aufladbares Hybridauto gibt es 1500 Euro. Der Hersteller des jeweiligen Fahrzeugs muss dem Käufer mindestens den gleichen Betrag als Nachlass gewähren, damit die Förderung bewilligt wird. Die Fördermittel reichen für mehr als 300 000 Fahrzeuge.

„Aktuell spricht einiges dafür, dass die Mittel nicht bis zum Ende der Förderung Mitte 2019 ausgeschöpft sind“, sagte Obersteller. Der Bafa-Präsident regte deshalb an, das Geld anderweitig zur Förderung der Elektromobilität einzusetzen: „Die neue Bundesregierung könnte einen Teil des Budgets umwidmen und für die Förderung privater Ladeinfrastruktur bereitstellen. Diese Unterstützung könnte beispielsweise von Handwerkern, Hotelbetrieben oder Wohnanlagen genutzt werden.“

Von RND/dpa

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