Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wirtschaft EU-Bankenabwicklerin: Sind für den Ernstfall vorbereitet
Nachrichten Wirtschaft EU-Bankenabwicklerin: Sind für den Ernstfall vorbereitet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:50 17.02.2016
Elke König: «Der europäische Bankenmarkt ist nach wie vor überbesetzt». Quelle: Daniel Naupold/Archiv
Anzeige
Frankfurt/Brüssel

Europas oberste Bankenabwicklerin, Elke König, mahnt die Geldhäuser zum Aufräumen ihrer Bilanzen. Sie sei zwar trotz der jüngsten Kursverluste "weit davon entfernt", sich "grundsätzlich Sorgen um die europäische Bankenlandschaft zu machen", sagte König dem "Handelsblatt".

Dennoch gebe es nach wie vor "strukturelle Defizite" in der Finanzbranche, konstatierte die ehemalige Chefin der deutschen Finanzaufsicht Bafin. "Der europäische Bankenmarkt ist nach wie vor überbesetzt, und wir haben das Thema der notleidenden Kredite."

König macht sich zudem seit langem dafür stark, dass Banken Staatsanleihen mit Eigenkapital absichern müssen. "Um das Problem wirksam zu adressieren, sollte man darüber nachdenken, ob neben einer Kapitalhinterlegung für Staatsanleihen nicht auch eine Obergrenze für die Konzentration einzelner Länder in den Büchern der Banken sinnvoll wäre."

Königs Behörde hat mit dem Jahreswechsel ihren vollen Betrieb aufgenommen. Der "Single Resolution Mechanism" (SRM) soll dafür sorgen, dass im Notfall auch große Geldhäuser abgewickelt werden können, ohne den Steuerzahlern Milliardenlasten aufzubürden. "Wir sind bereit", sagte König. "Die grundsätzlichen Prozesse funktionieren."

Der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen, sagte dem "Stern" laut Vorabmitteilung, es lasse sich nicht ausschließen, dass es "irgendwo in Europa eine Bank gibt, die pleitegehen kann". Das müsse aber niemandem Sorgen bereiten. "Ein freiheitliches Wirtschaftssystem muss das unbedingt zulassen. Sonst zahlt letztlich wieder der Steuerzahler für Problembanken." Der Bankenbereich müsse nach den gleichen Prinzipien geführt werden, wie jeder andere Wirtschaftsbereich auch, sagte Fitschen: "Wir dürfen nicht versuchen, jede Bank in Europa vor der Pleite zu bewahren - koste es, was es wolle."

dpa

Die französische Großbank Credit Agricole hat im vergangenen Jahr einen Gewinnsprung hingelegt. Dank kräftiger Zuwächse im Vermögensverwaltungs- und Versicherungsgeschäft und einem erholten Privatkundengeschäft legte der Überschuss um 50 Prozent auf gut 3,5 Milliarden Euro zu, wie das Institut am Mittwoch in Montrouge bei Paris mitteilte.

17.02.2016

Um Steuern zu sparen, nimmt Apple trotz riesiger Geldreserven frische Mittel bei Investoren auf. Das geht aus dem vorläufigen Entwurf des bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Wertpapierprospekts hervor.

17.02.2016

Argentinien kommt im Schuldenstreit mit seinen Gläubigern voran, wartet aber weiter auf den entscheidenden Durchbruch. Der vom zuständigen US-Gericht bestellte Vermittler Daniel Pollack meldete, dass sich das südamerikanische Land mit einer Gruppe von Sammelklägern geeinigt habe.

17.02.2016
Anzeige