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EU-Parlament setzt Glyphosat-Ausschuss ein

Debatte um Monsanto-Studien EU-Parlament setzt Glyphosat-Ausschuss ein

Es gab einen Aufschrei der Empörung, als die EU im vergangenen November den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat für weitere fünf Jahre zuließ. Hersteller Monsanto steht im Verdacht, Studien zur Gefährlichkeit es Mittels beeinflusst zu haben. Ein Sonderausschuss soll dies nun überprüfen.

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Susanne Melior (SPD), EU-Abgeordnete aus Brandenburg, ist Mitglied des Sonderausschusses.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Das EU-Parlament will künftig die Zulassung von umstrittenen Pestiziden wie Glyphosat genauer unter die Lupe nehmen. Dazu setzte das Parlament am Donnerstag einen Sonderausschuss ein. Das Gremium aus 30 Parlamentariern soll unter anderem untersuchen, wo möglicherweise Fehler bei der wissenschaftlichen Bewertung der Pestizide drohen. Auch wollen die Abgeordneten nach möglichen Interessenkonflikten bei der Zulassung suchen.

EU-Ausschuss unter Brandenburger Beteiligung

Dem Glyphosat-Produzenten Monsanto wird vorgeworfen, bei der Zulassung mit gefälschten Studien die Bewertungen durch die europäischen Agenturen beeinflusst zu haben. „Die europäischen Agenturen forschen nicht selbst“, erklärte Susanne Melior, EU-Abgeordnete aus Brandenburg. „Sie sichten und bewerten alle Studien, die zu diesem Thema erstellt wurden. Es ist internationaler Standard, dass der Hersteller, der ein Pflanzenschutzmittel auf den Markt bringen will, auf eigene Kosten dessen Wirkung untersuchen muss. Die Unabhängigkeit dieser Studien muss dabei garantiert sein“, sagte sie. Melior (SPD) ist stellvertretendes Mitglied in dem Sonderausschuss.

Die EU-Mitgliedstaaten hatten das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat im November für fünf weitere Jahre zugelassen. Zuvor hatte es europaweit Proteste dagegen gegeben, eine europäische Bürgerinitiative sammelte mehr als eine Million Unterschriften für ein Verbot. Glyphosat steht im Verdacht, Krebs zu erregen.

Von Torsten Gellner

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