Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Ende von Schengen: Mindestens 77 Milliarden Euro Verlust

EU Ende von Schengen: Mindestens 77 Milliarden Euro Verlust

Die Wiedereinführung von Grenzkontrollen in Europa würde die deutsche Volkswirtschaft binnen zehn Jahren 77 Milliarden Euro kosten - im günstigsten Fall. Das haben Experten für die Bertelsmann Stiftung errechnet.

Voriger Artikel
Amazon-Pläne im Paketgeschäft machen die Branche nervös
Nächster Artikel
Außenhandel mit Elektronik bricht 2015 alle Rekorde

Ein Ende des Schengener Abkommens würde zu Wachstums- und Wohlstandsverlusten führen, warnt die Studie. Foto: Julien Warnand

Gütersloh. Die dauerhafte Rückkehr zu innereuropäischen Grenzkontrollen würde das wirtschaftliche Wachstum einer Studie zufolge europaweit erheblich drosseln.

Allein für Deutschland wären bis zum Jahre 2025 summierte Wachstumsverluste zwischen 77 und 235 Milliarden Euro zu erwarten.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Prognos AG im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Ein Ende des Schengener Abkommens würde zu Wachstums- und Wohlstandsverlusten führen.

"Wenn die Schlagbäume innerhalb Europas wieder runtergehen, gerät das ohnehin schwache Wachstum in Europa noch stärker unter Druck. Am Ende zahlen alle Menschen die Rechnung", betonte Aart De Geus, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung.

So würde die Wiedereinführung von Grenzkontrollen zu massiven Kosten- und Preissteigerungen führen, die sich negativ auf das Wirtschaftswachstum in Europa auswirken würden. Schon in einem optimistischen Szenario mit einem moderaten Anstieg der Preise für aus dem europäischen Ausland importierte Güter um lediglich ein Prozent wären die damit verbundenen Wachstumseinbußen erheblich. Für die EU insgesamt summierten sich die Einbußen beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) innerhalb von zehn Jahren auf rund 470 Milliarden Euro.

In einem pessimistischen Szenario wird von einem Anstieg der Importpreise um drei Prozent ausgegangen. Dabei würden sich die BIP-Einbußen in Deutschland auf 235 Milliarden Euro aufsummieren. In Frankreich lägen sie bei 244 Milliarden Euro und für die EU bei 1,4 Billionen Euro.

Ausgangspunkt der Berechnungen sind die Zeitverluste, die sich aus den Kontrollen an den Grenzen innerhalb Europas ergäben. Längere Wartezeiten bedeuten für die Unternehmen höhere Personalkosten. Zudem müssen die Lagerbestände erhöht werden, weil Just-in-time-Lieferungen nicht mehr garantiert werden können.

Die Berechnungen wurden im Auftrag der Bertelsmann Stiftung von der Prognos AG mit Hilfe eines makroökonomischen Modells durchgeführt, das 42 Länder und damit mehr als 90 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung abdeckt.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 12.991,50 +0,00%
TecDAX 2.497,00 +0,42%
EUR/USD 1,1743 -0,24%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

LINDE 181,40 +1,94%
INFINEON 22,73 +1,41%
HEID. CEMENT 85,54 +0,75%
DT. BANK 14,19 -1,52%
MÜNCH. RÜCK 185,49 -1,23%
MERCK 93,20 -1,04%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 221,87%
AXA World Funds Gl RF 162,25%
Commodity Capital AF 151,98%
Allianz Global Inv AF 115,08%
BlackRock Strategi AF 114,86%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Erwarten Sie, dass sich nach Einführung der einheitlichen Postleitzahl in der Gemeinde Gumtow die Qualität der Zustellung verbessert?