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Erfolgsgeschichte aus Schönefeld

25 Jahre Unitax Erfolgsgeschichte aus Schönefeld

Vor 25 Jahren gründete André Reich die Firma Unitax. Inzwischen gehört das Familienunternehmen aus Schönefeld (Dahme-Spreewald) zu den führenden Pharmadienstleistern in Deutschland. Dabei wollte der Firmengründer ursprünglich sein Geld als Taxifahrer verdienen.

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Blick in die 18 500 Quadratmeter große Lagerhalle von Unitax. Elf Millionen Euro wurden in den Neubau investiert.

Quelle: Danilo Hafer

Schönefeld. „Als Unternehmer braucht man Mut“, sagt André Reich. Denn ohne Mut und das Streben nach Selbstverwirklichung wäre aus dem Taxifahrer nicht der Geschäftsführer eines der führenden Unternehmen in der Pharmalogistik geworden.

Seine Kunden: Klosterfrau und Bionorica

Rund 30 namhafte Kunden aus der Pharma- und Kosmetikbranche nehmen inzwischen die Dienste von Unitax in Anspruch. Darunter Firmen wie Klosterfrau, Berlin-Chemie und Bionorica. Im Durchschnitt verlassen täglich rund 1000 Paletten das Lager des Familienunternehmens in Schönefeld (Dahme-Spreewald). „Wir beliefern von hieraus sowohl direkt Apotheken in Berlin und Brandenburg, organisieren aber auch den Transport zu Verteilzentren und Großhändlern in Mailand, Florenz oder Osteuropa“, erklärt der 55-Jährige.

Rund 100 Mitarbeiter

Dabei werden die Arzneimittel in Schönefeld aber nicht nur von einem LKW in den nächsten verladen. „Unitax ist mehr als nur ein reines Logistikunternehmen. Wir sehen uns als Bindeglied zwischen den Wirkstofflieferanten, den Packmittelherstellern und den Kunden in ganz Europa“, sagt André Reich. Neben temperaturgeführten Transporten und der Lagerung in festgelegten Klimabereichen, werden bei Unitax auch Betäubungsmittel in besonders gesicherten Räumen gelagert, Medikamente verpackt und Transportbehälter gereinigt. Rund 100 Mitarbeiter, darunter auch Apotheker, sorgen für den reibungslosen Ablauf.

Durch Zufall Zuschlag für einen Großauftrag

Seinen Anfang nahm diese Erfolgsgeschichte vor mehr als 25 Jahren mit einem Taxi. Damit wollte der Berliner André Reich eigentlich sein Geld verdienen. Doch irgendwann begann er damit, Pharmaprodukte an Berliner Apotheken auszuliefern. Erst durch einen Zufall bekamen er und sein damaliger Geschäftspartner den Zuschlag für einen Großauftrag. Sie sollten 12 000 Apotheken mit Arzneimitteln beliefern. „Wir haben als Kleinunternehmer damit gerechnet, vielleicht einen Teilauftrag zu bekommen“, sagt André Reich. Um den gesamten Auftrag erfüllen zu können, beschäftigten sie andere Unternehmer und koordinierten die Logistik. Da sah André Reich seine Chance und machte den Transport von Pharmaprodukten zum Hauptgeschäft.

Russland-Sanktionen schlecht fürs Geschäft

Seit 2013 befindet sich der Hauptsitz des Unternehmens in Schönefeld. Mit dem Neubau der 18 500 Quadratmeter großen Lagerhalle legte das Unternehmen drei Standorte an einem neuen zusammen. Elf Millionen wurden investiert. Für das Familienunternehmen war dies nicht einfach. „Anders als große Konzerne müssen wir unsere Investments aus Eigenmitteln finanzieren“, so Reich. Hinzu kam, dass in diesem Zeitraum die Sanktionen gegen Russland verhängt wurden, was den Handel mit Osteuropa erschwerte. „Das hat uns damals einen heftigen Knick versetzt, den wir noch heute spüren“, sagt André Reich. Doch Aufgeben kam für den Unternehmer nie in Frage. Er investiert weiter. „Nur wenn man innovativ bleibt, kann man auch langfristig Erfolg haben“, sagt er.

EU-zertifiziert

Besonders stolz ist der Geschäftsführer darauf, dass Unitax als erstes Dienstleistungsunternehmen für den Pharmabereich das GDP-Zertifikat (Good Distribution Practice) nach den strengen Richtlinien der EU-Kommission erhielt. „Wir haben schon, bevor die Verordnung erlassen wurde, unseren Fuhrpark selbstständig qualifiziert“, sagt André Reich. Sämtliche Hallen und Transportfahrzeuge von Unitax sind online-überwacht. Und die nächsten Vorhaben liegen auch schon auf dem Tisch. „Wir möchten einen sterilen Reinraum einrichten, in dem wir dann auch offene Medikamente weiterverarbeiten können“, erklärt André Reich.

Von Danilo Hafer

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