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Erneut Diskussion über Eröffnungstermin 2017 für BER

Luftverkehr Erneut Diskussion über Eröffnungstermin 2017 für BER

Es ist und bleibt ein Dauerthema: die immer wieder in Aussicht gestellte und dann wieder verzögerte Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens. Ein interner Bericht sorgt abermals für Unruhe.

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So langsam wächst Gras drüber: Wann der Berliner Hauptstadtflughafen fertig wird, steht in den Sternen.

Quelle: Patrick Pleul/

Berlin. Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) ist Warnungen vor einer erneuten Verzögerung des Eröffnungstermins am Hauptstadt-Airport BER entgegengetreten. Dessen Start ist für Ende 2017 geplant und wurde schon mehrfach verschoben.

Die "Bild am Sonntag" hatte berichtet, dass die Einhaltung des zeitlichen Zieles immer unwahrscheinlicher werde. Ein von dem Blatt zitiertes internes Prüfpapier der sogenannten Objektüberwachung sei allerdings nicht "verifiziert", hieß es in einer Stellungnahme der FBB am Sonntag.

Die Zeitung schreibt unter Berufung auf das Papier, dass für die Eröffnung des Airports 2017 nur noch eine theoretische Chance bestehe. Als Voraussetzung müssten gemäß dem geltenden Rahmenterminplan die Bauarbeiten bis zum Januar des nächsten Jahres abgeschlossen sein. Hier aber drohe eine Verzögerung. So weise der Prüfbericht vom 22. Juli eine "bauliche Fertigstellung" erst "im April 2017 mit einer Tendenz in das 2./3. Quartal 2017" aus.

Um eine Freigabe vom Bauordnungsamt zu erhalten, müssten nach derzeitigem Stand noch knapp 73 Millionen Euro verbaut werden. Bei gleichbleibendem Tempo der Arbeiten würde das Fluggast-Terminal erst Ende 2017 fertiggestellt, heißt es in dem Zeitungsbeitrag.

Die Verfasserin des Papiers habe als Subunternehmerin jedoch nicht den vollständigen Überblick über die Arbeiten am BER und verfüge nicht über den letzten Stand des Rahmenterminplans zur Inbetriebnahme, betonte die FBB. Der Bericht spiegele somit nicht die Position der Flughafengesellschaft wider.

Der Generalsekretär der Berliner CDU, Kai Wegner, forderte den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratschef der FBB auf, Stellung zu beziehen. Mit Blick auf die Abgeordnetenhauswahl am 18. September schrieb Wegner in einer Mitteilung: "Statt abzutauchen und zu versuchen, sich über den Wahltag zu retten, muss Müller für Klarheit sorgen." Dieser habe die Erwartungen an einen Aufsichtsratschef ebenso wenig erfüllt wie seine Vorgänger Klaus Wowereit und Matthias Platzeck (beide SPD).

Noch am 18. Juli hatte sich BER-Chef Karsten Mühlenfeld sicher gezeigt, den Eröffnungstermin Ende 2017 halten zu können. In den vergangenen Wochen habe es beim Bau des Airports an mehreren Abschnitten "große Fortschritte" gegeben, sagte er. Dies betreffe auch die Entrauchungsanlage, die immer wieder für Rückschläge gesorgt hatte. Offiziell will sich Mühlenfeld erst im Oktober auf einen Eröffnungstermin festlegen - also nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl.

dpa

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