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Experiment Mindestlohn stellt Betriebe vor Probleme

Kommentar Experiment Mindestlohn stellt Betriebe vor Probleme

Schlechter Scherz oder beträchtliche Lohnerhöhung? Der Mindestlohn steigt 2017 um 34 Cent. Immerhin ein Lohnplus um vier Prozent. Doch das könnte die Betriebe in Ostdeutschland vor Probleme stellen. Es geht um die Frage, wo das Geld herkommen soll. MAZ-Redakteur Torsten Gellner blickt auf das Experiment Mindestlohn. Ein Kommentar.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam. Die einen sprechen von einer beträchtlichen Lohnerhöhung, die andern von einem schlechten Scherz. Alles eine Frage der Perspektive. Um 34 Cent steigt der Mindestlohn 2017. Klingt erst mal lächerlich wenig, summiert sich aber im Jahr auf 650  bis 700 Euro Lohnplus oder mehr bei einer Vollzeitstelle.

Seit anderthalb Jahren gibt es die gesetzliche Lohnuntergrenze. Es ist das wichtigste Arbeitsmarktprojekt der Bundesregierung, ein Experiment, das von vielen kritisch beäugt wurde. Die beschäftigungspolitische Katastrophe ist ausgeblieben. 8,50 Euro scheinen für die meisten Branchen eine verträgliche Größe zu sein. Das Lohnplus um vier Prozent wird aber wieder viele Betriebe gerade in Ostdeutschland vor Probleme stellen. Denn die 650 Euro mehr pro Mitarbeiter muss man erst mal erwirtschaften. Gut zehn mal so viel je Mitarbeiter könnten ein Wirt oder Bäckermeister sogar drauflegen, wenn die Pläne der Brandenburger Linken Wirklichkeit würden, die ausnahmslos zwölf Euro Mindestlohn fordern.

Wo dieses Geld herkommen soll, weiß keiner. Ebenso ist offen, was gewesen wäre, wenn sich die Wirtschaft anders entwickelt hätte. Wenn es die Konjunkturhilfen durch den niedrigen Ölpreis nicht gegeben hätte oder die gestiegene Ausgabenlust der von der Europäischen Zentralbank um ihre Zinsen geprellten Sparer. Wäre das Experiment Mindestlohn auch so geräuschlos verlaufen?

Von Torsten Gellner

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