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Wirtschaft Brandenburgs Bauern fürchten Feldbrände
Nachrichten Wirtschaft Brandenburgs Bauern fürchten Feldbrände
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00:21 08.07.2018
Die Dürre lässt Getreide vielerorts verdorren. Quelle: dpa
Trebbin

Brandenburgs Landwirte erleben derzeit eines der schlechtesten Erntejahre. Wegen der ausbleibenden Niederschläge in den vergangenen zwei Monaten waren die Pflanzen einer extremen Trockenheit ausgesetzt. Bauernpräsident Henrik Wendorff befürchtet eine der schlechtesten Ernten seit 15 Jahren. „Nach derzeitigen Schätzungen müssen wir mit Ernteausfällen von 20 bis 50 Prozent rechnen“, sagte er am Donnerstag in Trebbin (Teltow-Fläming).

Für manche Betriebe könne es existenzgefährdend werden. Außerdem sei die Futterversorgung durch massive Ausfälle von Grünland gefährdet. Notschlachtungen von Tieren schließen einige Landwirte inzwischen nicht mehr aus.

Wegen der extremen Brandgefahr führen die Landwirte auf dem Feld inzwischen Wassertankwagen mit. Auf einigen Feldern kam es in den vergangenen Tagen zu Bränden: Das Getreide ist so trocken, dass kleine Funken vom Schneidewerkzeug eines Mähdreschers oder heiße Motoren einen Brand auslösen können. „Das ist ein zusätzlicher Aufwand, aber eben notwendig. Wir können uns nicht noch weitere Verluste leisten“, so Wendorff.

„Schäme mich, um Hilfe zu bitten“

Bundesbauernpräsident Joachim Rukwied sagte: „Einige Betriebe haben wegen der Dürre nicht geerntet, sondern den Bestand direkt gehäckselt. Schon die vergangenen beiden Erntejahre waren unterdurchschnittlich.“

Rukwied bezeichnete die Ausfälle als existenzbedrohend. Er forderte Finanzhilfen für die Bauern. Ob es allerdings dafür reicht, eine nationale Notfallsituation auszurufen, ist offen. Dagegen spricht, dass die Witterung regional sehr unterschiedlich ist. Unter der Dürre hat vor allem der Norden und Osten Deutschlands zu leiden.

Auch Brandenburgs Bauernpräsident Wendorff fordert die Prüfung von Nothilfen. Er wolle nicht als Bittsteller dastehen, sagte er, aber die Situation sei katastrophal. „Ich schäme mich, um Hilfe zu bitten“, sagte er.

Von Torsten Gellner

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