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Fliegen wie gedruckt: Airbus nimmt Produktion mit 3D-Druckern auf

Flugzeugbau Fliegen wie gedruckt: Airbus nimmt Produktion mit 3D-Druckern auf

Der Flugzeughersteller Airbus beschreitet neue Wege in der Produktion. Nach dem Motto leichter, schneller, preiswerter kommen die ersten Bauteile aus 3D-Druckern.

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Die Unterseite einer am 3D-Drucker hergestellten Flügelklappe im Airbus-Werk Bremen.

Quelle: Carmen Jaspersen

Hannover. Fliegen wie gedruckt heißt ab sofort das Motto bei Europas größtem Flugzeughersteller. Im niedersächsischen Varel hat der Airbus-Konzern mit dem industriellen Einsatz von 3D-Druckern in der Produktion eine neue Ära eingeläutet.

Bisher hat Airbus Bauteile komplett von Zulieferern bezogen, nun werden zunächst doppelwandige Benzinrohre aus Titan gedruckt. "Das ist ein echter Meilenstein, zumal sich die Kosten dadurch halbieren", sagte Airbus-Manager Peter Sander bei einem Medienseminar am Dienstag in Hannover.

Nach Angaben des für Zukunftstechnologien zuständigen Managers stellt die Airbus-Tochter Premium Aerotech (PAG) die bisher aus Guss produzierten Rohre her. "Wir sind in Serie gegangen", sagte Sander.

Ab Mitte 2016 will Europas größter Flugzeugbauer auch Bauteile aus Edelstahl, ab 2017 aus Aluminium herstellen. Eine auf einer Messe in Las Vegas per 3D-Druck produzierte Flugzeug-Trennwand von 2,10 Metern Länge soll dann aus einem Stück hergestellt werden. Dazu gibt es auch Gespräche mit dem Hersteller eines extrem leistungsstarken Prototypen in Südafrika, der 2,10 Meter große Stücke produzieren kann. Sander: "Die Drucker werden permanent größter und doppelt so schnell."

Für das neue Verfahren habe die Ausbildung der ersten 55 Ingenieure bereits begonnen. Neben dem 3D-Druck, bei dem die Strukturen Schicht für Schicht aufgebaut werden, soll auch die sogenannte Bionik künftig stärker zum Einsatz kommen.

Sie ahmt Strukturen aus der Natur industriell nach - nach Angaben von Sanders halbiert sich das Gewicht der Teile. "Der 3D-Druck wird massiv nicht nur unsere Produkte ändern, sondern auch zu völlig veränderten Geschäftsmodellen führen", glaubt der Manager. Er ist überzeugt: "Metall wird wieder konkurrenzfähig zur Kunstfaser". Airbus hat sein Zentrum für die anspruchsvolle Kunstfaser-Produktion im norddeutschen Stade.

dpa

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