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Wirtschaft Flixbus will der Bahn Konkurrenz machen
Nachrichten Wirtschaft Flixbus will der Bahn Konkurrenz machen
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12:34 06.03.2018
Im August übernahm Flixbus bereits die ehemaligen Locomore-Züge auf der Strecke Berlin-Stuttgart. Quelle: dpa
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Berlin

Der Fernbusanbieter Flixbus steigt in den deutschen Bahnverkehr ein. Vom 24. März an fährt Flixtrain täglich, außer mittwochs, zwischen Hamburg und Köln mit Haltestellen in Osnabrück, Münster, Gelsenkirchen, Essen, Duisburg und Düsseldorf.

Von April an sollen außerdem täglich Züge zwischen Berlin und Stuttgart folgen, unter anderen mit Stopps in Wolfsburg, Hannover, Göttingen, Kassel, Fulda, Frankfurt/Main und Heidelberg.

Das teilte Flixbus-Chef André Schwämmlein am Dienstag mit. Flixbus plane aber weiter: „Wir denken durchaus darüber nach, das Geschäft mit Fernzügen auszubauen.“

So soll der Flixtrain aussehen. Quelle: Flixbus

Die neuen Züge sollen im firmeneigenen Grün unterwegs sein. Flixbus ist europäischer Marktführerführer unter den Fernbusanbietern. Über die Gründe, jetzt auch auf der Schiene unterwegs zu sein, sagte Schwämmlein: „Mit dem Zug sind wir plötzlich für Kunden relevant, für die wir bisher nicht interessant waren. Davon profitiert auch unser Fernbusangebot.“

Fahrkarten ab 9,99 Euro

Zum Start kündigt das Unternehmen Fahrkarten ab 9,99 Euro an. Partner, also Betreiber der Züge, seien das tschechische Bahnunternehmen Leoexpress und der Nürnberger Zugspezialist BahnTouristikExpress.

Bis auf Weiteres will Flixtrain sich allerdings auf Deutschland konzentrieren. „Grenzüberschreitender Verkehr ist wegen der unterschiedlichen Systeme kompliziert. Da setzen wir auf den Bus.“

Zug-Test zwischen Berlin und Stuttgart erfolgreich

Zuletzt hatte Flixbus vor allem den ehemaligen Locomore-Zug auf der Strecke Berlin-Stuttgart im Programm, praktisch als Test. „Wir sind mit den Zahlen auf der Strecke Berlin-Stuttgart bisher sehr zufrieden, vor allem mit dem Passagieraufkommen“, sagte Schwämmlein.

Flixbus-Geschäftsführer André Schwämmlein: „Wenn wir das mit einem Zug schaffen, dann auch mit mehreren.“ Quelle: dpa

Seit der Übernahme der Streckenvermarktung im Sommer 2017 habe Flixbus mehr als 150.000 Tickets verkauft. „Die Testphase hat super funktioniert. Deshalb dachten wir: Wenn wir das mit einem Zug schaffen, dann auch mit mehreren.“

Ausbau des Bahngeschäfts möglich, dauert aber lange

Flixtrain sei inzwischen ein anerkanntes Eisenbahnverkehrsunternehmen, könne also selbst Trassen bei der DB Netz beantragen. Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn vergibt in Deutschland die Rechte für die Nutzung des Schienennetzes.

Der Ausbau im Bahngeschäft dauere wegen der längeren Antragsfristen aber deutlich länger als im Busgeschäft, sagte Schwämmlein.

Von MAZonline

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