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Flughafenbetreiber Fraport von Bürgerprotesten unbeeindruckt

Luftverkehr Flughafenbetreiber Fraport von Bürgerprotesten unbeeindruckt

Die Fraport AG zeigt sich unbeeindruckt von Bürgerprotesten: Der Betreiber hält an seinen umstrittenen Ausbauplänen für den Frankfurter Flughafen fest. "Wir werden den Bau des Terminals 3 weiterplanen", sagte Vorstandschef Stefan Schulte bei der Hauptversammlung in Frankfurt.

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Fraport-Hauptversammlung

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Main. Damit wolle Fraport einer absehbaren Verschlechterung der Abläufe - etwa der Abfertigung von Passagieren - an Deutschlands größtem Luftverkehrsdrehkreuz entgegenwirken. In den Aufsichtsrat zieht allerdings ein prominenter Gegner des Flughafen-Ausbaus ein: der hessische Landtagsabgeordnete Frank-Peter Kaufmann (Grüne).

Fraport-Kritiker nahmen das Aktionärstreffen zum Anlass für Protestaktionen. Das Bündnis von Bürgerinitiativen fordert unter anderem den Verzicht auf den Flughafenausbau und ein Nachtflugverbot. Zu dem Bündnis gehört auch die Interessengemeinschaft zur Bekämpfung des Fluglärms (IGF). Die Demonstranten - nach Fraport-Angaben etwa 30 - protestierten mit Trommeln und Transparenten gegen Lärm, Abgase und Umweltzerstörung.

"Der Vorstand soll nicht für seine Geschäftspolitik entlastet werden, und die neue Landebahn soll stillgelegt werden", forderte Dirk Treber von der IGF. Er ist auch Vertreter des Dachverbandes der kritischen Aktionäre. "Ich will wissen, ob die Fraport es sich leisten kann, mit der Bevölkerung so in Unfrieden zu leben", sagte Treber. Die Aktionäre entlasteten den Vorstand trotz dieser Forderungen mit großer Mehrheit (99,94 Prozent), ebenso wie den Aufsichtsrat (99,88 Prozent).

Fraport hofft nach einem unerwartet schwachen Vorjahr auf leichtes Wachstum im laufenden Jahr. "Unser Ausblick ist verhalten zuversichtlich", sagte Schulte. Die Passagierzahl könne um zwei bis drei Prozent zunehmen, "wenn keine größeren Streikausfälle kommen". Der Konzernumsatz soll um rund drei Prozent auf bis zu 2,45 Milliarden Euro steigen.

dpa

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