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Frankreich-Tourismus von Anschlägen kaum betroffen

Terrorismus Frankreich-Tourismus von Anschlägen kaum betroffen

Wieder hat es Frankreich getroffen. Auf der Strandpromenade von Nizza rast ein 31-Jähriger mit einem Lastwagen durch die Menschenmenge und richtet ein Blutbad an. Kehren Urlauber aus Sorge vor Angriffen dem Land den Rücken?

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Polizisten auf Patrouille in Nizza. Nach dem Anschlag in Nizza werden keine dramatischen Folgen für den Tourismus in Frankreich erwartet.

Quelle: Andreas Gebert

Berlin. Der Deutsche Reiseverband (DRV) erwartet nach dem Anschlag in Nizza keine dramatischen Folgen für den Tourismus in Frankreich.

Das legten die Erfahrungen mit früheren Angriffen in Frankreich, aber auch in anderen Ländern wie der Türkei nahe, sagte Verbandssprecherin Sibylle Zeuch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Nach dem Angriff auf die Redaktion der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" und den Attentaten vom 13. November in Paris seien die Besucherzahlen einige Wochen lang zurückgegangen. "Das hat sich dann aber schnell wieder normalisiert", stellte Zeuch fest. Unter den Frankreich-Gästen seien auch viele Geschäftsreisende und solche, die Freunde und Verwandte besuchten. Diese hätten sich von den Ereignissen nicht abschrecken lassen.

Im weltweiten Vergleich ist Frankreich seit vielen Jahren das beliebteste Reiseland vor den USA und Spanien. Das hat sich auch nach den beiden Pariser Terroranschlägen im Januar und im November 2015 nicht geändert. Die Zahl ausländischer Gäste in Frankreich stieg nach Angaben des nationalen Statistikamts sogar leicht von 83,8 Millionen (2014) um 0,8 Prozent auf 84,5 Millionen (2015). Global war das Wachstum allerdings deutlich größer: Die Urlauberzahl erhöhte sich 2015 um 4,4 Prozent auf 1,18 Milliarden.

Bei den Deutschen landet Frankreich auf der Liste der beliebtesten ausländischen Reiseziele lediglich auf Platz 7 mit einem Anteil von 2,9 Prozent. Ganz oben stehen Spanien (13,1 Prozent), Italien (8,2 Prozent) und die Türkei (7,3 Prozent), wie aus der Studie Reiseanalyse 2016 der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen hervorgeht.

dpa

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