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Wirtschaft Großbritannien will Zölle bei No-Deal-Brexit drastisch reduzieren
Nachrichten Wirtschaft Großbritannien will Zölle bei No-Deal-Brexit drastisch reduzieren
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09:50 13.03.2019
Theresa May, Premierministerin von Großbritannien, kämpft im Unterhaus um einen Brexit-Deal. Quelle: House Of Commons/dpa
London

Sollte es zu einem ungeregelten Brexit kommen, will Großbritannien zumindest vorläufig auf 87 Prozent aller Importe ins Vereinigte Königreich keine Zölle erheben.

Die britische Regierung plant im Falle eines Brexits ohne Austrittsabkommen vorübergehend keine neuen Kontrollen von Gütern einzuführen, die über die Landgrenze von Irland nach Nordirland gelangen. EU-Güter, die in Nordirland blieben, sollten gemäß einem zeitweisen und einseitig erhobenen Maßnahmenplan zollfrei sein, teilte die Regierung von Premierministerin Theresa May am Mittwoch mit. Sollten manche davon via Nordirland ins weitere Großbritannien gelangen, würden aber Zölle fällig.

Pläne sind bei No Deal-Brexit bis zu zwölf Monate gültig

Die temporären und für bis zu zwölf Monate vorgesehenen Pläne gelten für den Fall, dass die Briten die Europäische Union am 29. März ohne Abkommen verlassen. Die Regierung erklärte jedoch, dass ihr oberstes Ziel nach wie vor der EU-Austritt mit einem Abkommen sei. „Unsere Priorität ist, einen Deal mit der EU zu sichern, weil das Beeinträchtigungen unserer globalen Handelsbeziehungen verhindern würde“, erklärte der Minister für Handelspolitik, George Hollingbery.

Die temporären Maßnahmen seien die einzige Möglichkeit, um am Bekenntnis festzuhalten, im Falle eines No-Deal-Brexits eine harte Grenze zwischen dem EU-Land Irland und dem zu Großbritannien gehörenden Nordirland zu verhindern, erklärte die Regierung. Sie wolle alles in ihrer Macht stehende tun, um eine Rückkehr zu solch einer harten Grenze zu verhindern.

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Von RND/dpa

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