Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wirtschaft Hamburger Verbraucherzentrale überprüft Lebensversicherungen
Nachrichten Wirtschaft Hamburger Verbraucherzentrale überprüft Lebensversicherungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:59 11.06.2015
Für viele Verbraucher sind die Unterlagen für Versicherungen ein Buch mit sieben Siegeln. Quelle: Jens Büttner
Anzeige
Hamburg

n. Sie sollen möglichst bis 2007 zurückreichen, sagte der Chef der Verbraucherzentrale, Günter Hörmann.

Daran ließe sich erkennen, wie sich die Niedrigzinsphase sowie gesetzliche Reformen ausgewirkt haben. Bundesverbraucherschutzminister Heiko Maas informierte sich am Donnerstag über die Arbeit des neuen Finanzmarktwächters.

Die Verbraucherzentrale will die sogenannten Standmitteilungen auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit prüfen und systematisch auswerten. Sie hofft auf einen großen Datenbestand, damit aus den Erkenntnissen möglichst eine Muster-Mitteilung für den Status und die Leistungen der Lebensversicherung entsteht.

Bisherige Schreiben enthielten uneinheitliche und zum Teil verwirrende Informationen, berichtete Hörmann. Ergebnisse sollen im Frühjahr 2016 vorliegen. Aus Privathaushalten fließen den Angaben zufolge jährlich rund 190 Milliarden Euro in den Versicherungsmarkt, das sind durchschnittlich 2300 Euro pro Bürger.

Neben Hamburg gibt es vier weitere Verbraucherzentralen in Baden-Württemberg, Bremen, Hessen und Sachsen, die Finanzprodukte von der Riester-Rente über Bausparverträge bis zum Verbraucherkredit auswerten.

Durch ihre Analyse werde deutlich werden, ob es bei Finanzdienstleistungen einen strukturellen Missbrauch von Vorschriften oder Gesetzen gibt, sagte der Minister. "Es ist wichtig für die Politik, dass Verbesserungsvorschläge aus der Praxis kommen." Das Ministerium fördert die Finanzmarktwächter mit rund 12,4 Millionen Euro über drei Jahre.

Nach Angaben der Hamburger Verbraucherschützer müssen drei von vier Besitzern einer Lebensversicherung vorzeitig aus ihrem Vertrag aussteigen, weil ihre Erwerbsbiografien durch Arbeitsplatzwechsel oder -verlust oder Krankheit nicht mehr durchgängig sind. Dementsprechend müssten jetzt Policen gestaltet werden, mahnte Dorothea Mohn vom Bundesverband.

Hamburgs Verbraucherschutzsenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) forderte mehr Klarheit beim Abschluss der Versicherungen. Verbraucher müssten wissen, welche Summe sie einsetzen, welche Renditen anfallen und was ausgezahlt wird. "Nur so können sie rationale Entscheidungen treffen."

dpa

Beim Arbeitskampf bei der Deutschen Post steigt die Zahl der Streikenden von Tag zu Tag. Damit wird es für das Unternehmen allmählich schwieriger, die Folgen für die Postkunden zu begrenzen.

11.06.2015

Gastronomen und Hoteliers machen Front gegen die gesetzliche Höchstgrenze für die tägliche Arbeitszeit. Sie fordern zudem, künftig nur noch für einen kleineren Teil ihrer Beschäftigten die Arbeitszeit dokumentieren zu müssen.

11.06.2015

Die Wirtschaft in der Eurozone kommt nach Ansicht der Weltbank schneller auf die Beine als erwartet. Das Wachstum werde in diesem Jahr 1,5 Prozent betragen, errechnete die UN-Organisation in ihrer neuen Konjunkturprognose, die in der Nacht zum Donnerstag in Washington veröffentlicht wurde.

11.06.2015
Anzeige