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Haniel will Takkt-Aktien verkaufen: Aktie unter Druck

Handel Haniel will Takkt-Aktien verkaufen: Aktie unter Druck

Der Familienkonzern Haniel will eine weitere Unternehmensbeteiligung reduzieren, um seinen Schuldenberg abzubauen. Der Verkauf von Aktien am Büroausstatter Takkt soll Millionen in die klammen Kasse spülen.

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Das mehr als 250 Jahre alte Familienunternehmen Haniel verzeichnete 2012 unter dem Strich ein nie dagewesenes Minus von 1,9 Milliarden Euro.

Quelle: Roland Weihrauch

Duisburg. n. Nach der Haniel-Ankündigung von Montagabend ging die Takkt-Aktie am Dienstag an der Börse auf Talfahrt und verlor in der Spitze zeitweise mehr als zehn Prozent.

Die Papiere des Büroausstatter waren damit schwächster Wert im Aktienindex SDax.

Haniel hatte zuvor angekündigt, seinen Anteil an der Stuttgarter Takkt AG von 70,44 auf bis zu 50,01 Prozent reduzieren zu wollen.

Die bis zu 13,4 Millionen Takkt-Aktien sollen bei einem geeigneten Marktumfeld bei institutionellen Anlegern platzieren werden. Gemessen am Schlusskurs von Montag hätte der Verkauf rund 172 Millionen Euro für Haniel gebracht.

Mit dem Abbau des Schuldenbergs will Haniel wieder Spielraum für neue Beteiligungen an jungen und innovativen Unternehmen gewinnen. Im Jahr 2007 hatte Haniel seinen Anteil an dem Handelskonzern Metro von damals 18 auf 34 Prozent aufgestockt und sich dafür mit rund drei Milliarden Euro verschuldet.

Die Hoffnung, dass sich das Großinvestment durch den anschließenden Verkauf von Unternehmensteilen finanziell rechnen würde, erfüllte sich nicht. Zudem sank der Metro-Aktienkurs.

Um den Schuldenabbau voranzutreiben, verkaufte Haniel dieses Jahr trotz schwachen Aktienkurs einen Teil seines Metro-Aktienpakets. Auch ein Teil des Pakets am Pharmahändler Celesio wurde versilbert. Seit 2007 wurde der Schuldenberg von 3,7 auf aktuell 1,9 Milliarden Euro abgetragen.

dpa

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