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Hapag-Lloyd will Börsengang mit Aktien-Rabatt retten

Schifffahrt Hapag-Lloyd will Börsengang mit Aktien-Rabatt retten

Der Hapag-Lloyd-Börsengang läuft nicht rund. In Etappen hat das Unternehmen Preisspanne und Erlös-Erwartung zurückgenommen. Der Termin für das Börsendebüt wurde verschoben.

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Am Dienstag hatte Hapag-Lloyd die Zeichnungsfrist für die Papiere verlängert.

Quelle: Christian Charisius

Hamburg. Die Container-Reederei Hapag-Lloyd muss bei ihrem geplanten Börsengang schmerzliche Zugeständnisse an Investoren machen. Statt für 23 bis 29 Euro sollen die Aktien nun für 20 bis 22 Euro auf den Markt kommen, wie das Unternehmen mitteilte.

Es stockt das Wertpapier-Angebot auf, um wie geplant 300 Millionen Dollar (265 Mio Euro) zu erlösen. "Beim erfolgreichem Abschluss des Angebots" sollen die Aktien voraussichtlich vom 6. November an der Börse gehandelt werden - eine Woche später als ursprünglich geplant. Als Grund für die geänderten Pläne nannte die Reederei die Schwankungen an den Kapitalmärkten.

Damit die mit dem Börsengang verbundene Kapitalerhöhung den geplanten Emissionserlös bringt, wird die Zahl der neuen Aktien von 11,5 Millionen auf bis zu 13,2 Millionen Stück erhöht. Insgesamt sollen bei dem Börsengang - einschließlich der Papiere aus dem Bestand des Reisekonzerns Tui - nur noch bis zu 15,2 Millionen statt der zuletzt vorgesehenen 15,7 Millionen Aktien angeboten werden.

Die Ankeraktionäre Kühne Maritime und die chilenische Reederei Compañía Sud Americana de Vapores (CSAV) wollen den Angaben zufolge weiterhin Aktien im Wert von 30 Millionen US-Dollar zeichnen.

Bis zu rund 1,98 Millionen Aktien sollen aus dem Bestand von Tui kommen, um mögliche Mehrzuteilungen abzudecken. Mehr Aktien aus dessen Bestand sollen nicht angeboten werden. "Für uns ist es wichtig, dass der Börsengang kommt, damit wir ein am Markt handelbares Aktienpaket haben", sagte ein Tui-Sprecher. Bisher lag der Tui-Anteil insgesamt bei 13,9 Prozent.

Am Dienstag hatte Hapag-Lloyd die Zeichnungsfrist für die Papiere verlängert. Zuvor war schon die ursprünglich geplante Kapitalerhöhung von 500 Millionen auf 300 Millionen Dollar eingedampft worden.

Eine positivere Grundstimmung für Investoren, um sich an einer Reederei zu beteiligen, dürfte die Gewinnwarnung des dänischen Reeders A.P. Moeller-Maersk aus der Vorwoche verhindert haben. Zu schaffen machen dem Marktführer niedrige Frachtraten in der von Überkapazitäten geprägten Branche.

dpa

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