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Wirtschaft Hewlett-Packard streicht bis zu 30 000 Jobs mehr
Nachrichten Wirtschaft Hewlett-Packard streicht bis zu 30 000 Jobs mehr
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10:36 16.09.2015
HP ist gerade dabei, einen bereits 2012 eingeleiteten Abbau von 55 000 Arbeitsplätzen abzuschließen. Quelle: Daniel Naupold
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Palo Alto

Der Computer-Riese Hewlett-Packard will im Zuge seiner Aufspaltung bis zu 30 000 weitere Arbeitsplätze streichen.

Mit den Kostensenkungen sollen rund 2,7 Milliarden Dollar jährlich eingespart werden. Die 25 000 bis 30 000 Jobs fallen vor allem im Geschäft mit Unternehmen weg. HP ist gerade dabei, einen bereits 2012 eingeleiteten Abbau von 55 000 Arbeitsplätzen abzuschließen. Für Angaben zu eventuellen Auswirkungen der neuen Kürzungen auf das Geschäft in Deutschland sei es noch zu früh, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

Der kalifornische Computerkonzern, der einst das Silicon Valley südlich von San Francisco begründete, spaltet sich zum 1. November auf. Das Geschäft mit PCs und Druckern wird von den Dienstleistungen für Unternehmen abgetrennt, um den einzelnen Sparten zu mehr Wachstum zu verhelfen. Zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres am 31. Oktober 2014 hatte HP insgesamt 302 000 Beschäftigte, davon 9320 in Deutschland.

Bei der noch laufenden Abbau-Aktion sollten ursprünglich erst 25 000 Stellen gestrichen werden, in mehreren Schritten wurden 55 000 daraus. Die nun angekündigten Stellenstreichungen werden die Bilanz voraussichtlich einmalig mit 2,7 Milliarden Dollar belasten, hieß es.

Die neuen Sparmaßnahmen würden jede weitere Restrukturierung unnötig machen, kündigte die aktuelle Konzernchefin Meg Whitman an, die die auf Unternehmens-Services spezialisierte neue Firma führen wird.

Die Aufspaltung sollte nach bisherigen Angaben mehr als drei Milliarden Dollar an Kosten bringen - sich aber binnen einiger Jahre rechnen. Unklar ist, wie viele Stellenstreichungen dabei bereits eingeplant waren. Branchenbeobachter rechneten bereits seit einigen Monaten mit einem weiteren Stellenabbau. HP machte keine Angaben dazu, in welchem Tempo die zusätzlichen Arbeitsplätze wegfallen sollen. Nach bisherigen Angaben soll das Sparprogramm insgesamt drei Jahre dauern. Zuletzt erlebte der Konzern im vergangenen Quartal einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinn.

In Deutschland arbeiten nach jüngsten Zahlen 3500 Beschäftigte in Böblingen. Weitere große Standorte sind Bad Homburg, München und Ratingen. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe kleinerer deutscher Standorte.

dpa

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