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Wirtschaft Hoffnung für das Bahnwerk Eberswalde
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18:07 06.10.2015
500 Kerzen für die ehemalige Anzahl der Mitarbeiter des Bahnwerks Eberswalde bei einer Mahnwache für ihr Unternehmen am 5. Oktober in Berlin vor der Bahn-Zentrale. Quelle: dpa
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Berlin, Eberswalde

Für das Bahnwerk Eberswalde (Barnim) soll es eine Zukunft geben. Die Deutsche Bahn und das Land Brandenburg verständigten sich bei einem Spitzengespräch am Montagabend auf Verhandlungen mit einem potenziellen Investor. Ziel sei es, den Standort zu erhalten und einen Teil der Arbeitsplätze zu sichern, erklärte eine Bahnsprecherin am Dienstag. Bis Ende Oktober solle es ein Ergebnis geben. In dem Instandhaltungswerk, das von der Schließung bedroht war, arbeiten etwa 360 Menschen.

Nach einem Bericht des RBB-Nachrichtenmagazins „Brandenburg aktuell“ soll es sich bei dem möglichen Investor um die Deutsche Eisenbahn Service AG handeln. Diese Information lag auch der Deutschen Presse-Agentur vor. Das Unternehmen ist etwa mit der Wartung und Instandhaltung von Schienenfahrzeugen und Waggons befasst und vermietet Schienenfahrzeuge und Waggons an Dritte.

An dem Gespräch in Berlin waren Bahn-Vorstandschef Rüdiger Grube und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) beteiligt. Mehr als 100 Beschäftigte waren nach Gewerkschaftsangaben von Eberswalde in die Bundeshauptstadt gereist, um für den Erhalt des Standorts zu protestieren.

Es sei nun zumindest möglich, einen Teil der Arbeitsplätze zu sichern, sagte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der DB Fahrzeuginstandhaltung, Jens Schwarz, am Dienstag. Für das Werk gebe es wieder eine realistische Chance, betonte der stellvertretende Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, Klaus-Dieter Hommel.

Vor einem Jahr hatte die Bahn die Schließung des Werkes angedroht und betont, den Beschäftigten andere Stellen im Konzern anzubieten. Hintergrund sei die gesunkene Zahl von Reparaturen bei Güterwaggons. Die Politik hat sich um den Erhalt des Werkes bemüht.

Das Bahnwerk zählt zu den traditionsreichsten und größten Arbeitgebern der Region. Die Zahl der Mitarbeiter sank bereits in den vergangenen Monaten von 500 auf rund 360. Kollegen seien in Rente oder Altersteilzeit gegangen oder hätten andere Jobs im Konzern angenommen, hatte der Betriebsratsvorsitzende Ulf Boehnke gesagt.

Von Nathalie Waehlisch

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