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Wirtschaft 12.000 Euro Zwangsgeld für Wiesenhof
Nachrichten Wirtschaft 12.000 Euro Zwangsgeld für Wiesenhof
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00:22 12.07.2018
Wiesenhof in Niederlehme Quelle: Gerlinde Irmscher
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Niederlehme

Der Geflügelkonzern Wiesenhof hat in seinem Schlachthof in Niederlehme (Dahme-Spreewald) über Monate hinweg täglich bis zu 75.000 Hühner ohne Genehmigung geschlachtet. Dafür musste das Unternehmen ein Zwangsgeld in Höhe von 12.000 Euro zahlen, wie aus einer Antwort des Agrarministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervorgeht.

Das Unternehmen hatte die Schlachtzahlen eigenmächtig ausgeweitet, um die Einbußen von zwei verheerenden Bränden in Bayern und Niedersachsen aufzufangen. Doch für die Erweiterung in Niederlehme gab es keine Genehmigung, wie das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg feststellte. Es bestätigte damit die vom Umweltamt verfügte Teilstilllegung der Schlachtstrecke.

Täglich 165.000 Kilo Schlachtvieh zu viel

Die Behörde verhängte ein Zwangsgeld in Höhe von 12.000 Euro. Ein zweites Zwangsgeld über 24.000 Euro musste Wiesenhof nicht mehr zahlen, weil die Firma im Mai die Schlachtzahlen wieder reduzierte – um täglich bis zu 75.000 Tiere. Das entspricht einem Schlachtgewicht von 165.000 Kilo pro Tag, teilte das Agrarministerium mit.

Bisher war von deutlich weniger Tieren die Rede. Die neuen Zahlen des Ministeriums verdeutlichten, dass das unrechtmäßige Vorgehen des Unternehmens eine weitaus größere Dimension hatte, sagte Benjamin Raschke (Grüne). Das verhängte Zwangsgeld dürfte angesichts der erzielten Gewinne eine Lappalie darstellen, so Raschke.

Wegen der zurückgefahrenen Schlachtungen ist die Belegschaft von Wiesenhof verunsichert. Laut Betriebsrat ist eine Schicht ausgesetzt worden. Die Zukunft von 700 Mitarbeitern stehe auf dem Spiel. gel

Von Torsten Gellner

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