Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wirtschaft IG Metall gegen Werkverträge
Nachrichten Wirtschaft IG Metall gegen Werkverträge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:44 23.09.2015
Für diesen Donnerstag hat die IG Metall die Belegschaften der großen Autohersteller zu Protestaktionen während der Arbeitszeit aufgerufen. Quelle: Jens Wolf/Archivbild
Anzeige
Frankfurt/Main

Die IG Metall macht weiter Front gegen Werkverträge in der Industrie. Das Instrument der Vergabe von Aufgaben an Fremdfirmen werde in vielen Betrieben ausschließlich mit dem Ziel der Kostensenkung eingesetzt.

Das sagte der Zweite Vorsitzende der Gewerkschaft, Jörg Hofmann, am Mittwoch in Frankfurt. Allein in der Auto-Logistik arbeiteten rund 50 000 Beschäftigte bei Fremdfirmen.

Für diesen Donnerstag hat die IG Metall die Belegschaften der großen Autohersteller zu Protestaktionen während der Arbeitszeit aufgerufen. Hofmann hielt insbesondere Premium-Anbietern vor, frühere Kernaufgaben wie Entwicklung, Logistik oder die Instandhaltung der Maschinen aus Kostengründen zunehmend nach außen vergeben zu haben.

"Tariflose und betriebsratsfreie Zonen in den Werken werden wir nicht zulassen", kündigte der IG-Metall-Vize an. Die Gewerkschaft fordert bessere Informationsrechte für die Betriebsräte der Stammunternehmen. Zudem müsse sichergestellt werden, dass in Werkvertragsfirmen Betriebsräte installiert seien und IG-Metall-Tarifverträge gelten.

Die Arbeitgeber wehren sich gegen den Vorwurf des Missbrauchs. Die IG Metall versuche, die seit Jahrzehnten bewährten Werkverträge zu einem Problemfall der modernen Arbeitswelt zu machen, heißt es bei Gesamtmetall. Dabei sage die Rechtsform des Auftrags überhaupt nichts über die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung der Beschäftigten aus. Die Verträge gingen auch nicht zulasten der Stammbelegschaften.

Die IG Metall schüre ein Angstszenario, um Emotionen zu wecken und rücksichtslos bei anderen Gewerkschaften zu wildern, sagte Hauptgeschäftsführer Oliver Zander der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch). Werkverträge bedeuteten Spezialisierung und Arbeitsteilung. "Nichts anderes ist der Zweck. Und das nutzt allen", sagte der Arbeitgebervertreter.

Am Donnerstag sind bundesweit Protestaktionen in den Autowerken geplant. IG-Metall-Chef Detlef Wetzel will bei Porsche in Leipzig sprechen, sein Stellvertreter Hofmann bei Daimler in Sindelfingen.

dpa

Der starke Außenhandel sorgt nach Überzeugung der staatlichen Förderbank KfW für ein solides Wirtschaftswachstum in der Eurozone. Da auch der private Konsum das Wachstum weiter stützen dürfte, haben die Volkswirte der KfW ihre Konjunkturprognose für 2015 von 1,3 auf 1,5 Prozent angehoben und für 2016 bei 1,8 Prozent bestätigt.

23.09.2015

Ein wichtiger Frühindikator für Chinas Konjunktur ist auf den niedrigsten Stand seit sechseinhalb Jahren gefallen. Der Einkaufsmanagerindex der verarbeitenden Industrie (PMI), der die Stimmung in den Chefetagen von produzierenden Unternehmen misst, ging im September von 47,3 auf 47 Punkte zurück.

23.09.2015

Im Abgas-Skandal bei Volkswagen bittet der Chef öffentlich um Entschuldigung: Martin Winterkorn will trotz aller Kritik an seinem Job festhalten. Weltweit sind elf Millionen Wagen betroffen, der Konzern bildet Milliarden-Rückstellungen, der Gewinn dürfte leiden.

22.09.2015
Anzeige