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Einigung im Tarifstreit der Metaller

IG Metall und Arbeitgeber Einigung im Tarifstreit der Metaller

Nach einem Verhandlungsmarathon von 13 Stunden steht endlich der Abschluss: Die IG Metall und die Arbeitgeber einigen sich auf eine Lohnerhöhung um 4,3 Prozent. Die Gewerkschafter können zudem flexiblere Arbeitszeiten durchsetzen.

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Stefan Wolf (r), der Vorsitzende der Arbeitgebervereinigung Südwestmetall und Roman Zitzelsberger, der Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg, können den tagelangen Streik in den Betrieben beenden.
 

Quelle: dpa

Stuttgart.  Eine Laufzeit von 27 Monaten, 4,3 Prozent mehr Geld, dazu jährliche Einmalzahlungen. „Wir haben um jedes Detail hart gerungen“, bilanzierte auch IG-Metall-Verhandlungsführer Roman Zitzelsberger. Die Gewerkschaft hat durchgesetzt, dass die Beschäftigten zusätzlich zur Entgelt-Erhöhung von 4,3 Prozent ab April 2018 für die Monate Januar bis März 2018 eine Einmalzahlung von 100 Euro erhalten.

Außerdem gibt es von 2019 an jährlich ein neues tarifliches Zusatzgeld von 27,5 Prozent eines Monatseinkommens sowie einen Festbetrag von 400 Euro. Letzterer, das haben die Arbeitgeber durchgesetzt, kann in wirtschaftlich schweren Zeiten gesenkt oder gestrichen werden.

Flexiblere Arbeitszeiten für beide Seiten

Die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie können darüber hinaus künftig für bis zu zwei Jahre ihre Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden absenken. Im Gegenzug dürfen Betriebe dann mit mehr Beschäftigten als bisher 40-Stunden-Verträge abschließen. Dies sind die wesentlichen Punkte der Vereinbarung; darüber hinaus wurde über zahlreiche zusätzliche, weniger kostspielige Änderungen verhandelt und entschieden.

Die Vier vor dem Komma schmerze, sagte Südwestmetall-Chef Stefan Wolf im Anschluss an die Verhandlungen. Immerhin habe man aber mit der langen Laufzeit von 27 Monaten für Planungssicherheit gesorgt. „Ich glaube, das neue Tarifsystem ist vernünftig ausbalanciert.“ Allerdings werde nicht nur die Höhe des Abschlusses, sondern auch seine Komplexität für viele Betriebe schwer zu tragen sein.

Eine Einigung auf Probe

Wie der Tarifabschluss sich in der Praxis bewährt, wollen die Tarifparteien in zwei Jahren evaluieren, weil bisher nicht klar ist, wie viele Beschäftigte beispielsweise eine reduzierte Arbeitszeit von 28 Stunden oder Verträge über 40 Wochenstunden in Anspruch nehmen.

Die Einigung in Baden-Württemberg gilt als Pilotabschluss für die deutschlandweit rund 3,9 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie. In der Regel übernehmen die übrigen sechs Tarifbezirke den Abschluss des Pilotbezirks.

Von dpa/RND

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