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Ikea legt in Deutschland auch dank starken Online-Geschäfts zu

Handel Ikea legt in Deutschland auch dank starken Online-Geschäfts zu

Ikea ist der größte Möbelhändler in Deutschland. Um das Geschäft weiter anzukurbeln, wird vor allem das Online-Angebot verbessert. Aber auch neue Möbelhäuser sind in der Planung.

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Ikea-Filiale im fränkischen Fürth: Der Gesamtumsatz des schwedischen Möbelhändlers stieg im Geschäftsjahr 2014/2015 um 7,7 Prozent auf 4,35 Milliarden Euro.

Quelle: David Ebener/Archiv

Hofheim. Ikea baut sein digitales Angebot weiter aus. Der Online-Handel machte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 zwar nur rund 4 Prozent des Gesamtumsatzes von 4,435 Milliarden Euro in Deutschland aus, wuchs aber mit einem Plus von mehr als 30 Prozent weiterhin deutlich schneller als das übrige Geschäft.

Deutschland-Geschäftsführer Peter Betzel kündigte neue Mobilfunk-Anwendungen (Apps) für den Katalog und zur Orientierung in den Einrichtungshäusern an. Der bestehende Online-Auftritt werde nicht nur für Bestellungen, sondern auch zur Inspiration und Planung genutzt, sagte Betzel. Ikea strebe ein nahtloses Einkaufserlebnis an, bei dem die Möbelhäuser ihre zentrale Rolle behalten sollten.

Wo Märkte weit entfernt sind, will das Unternehmen nach einem erfolgreichen Test in Leipzig im Geschäftsjahr 2015/2016 bundesweit acht weitere Abholpunkte für Ikea-Produkte einrichten. Der erste Standort werde im Januar am Bodensee eröffnet. Auch sollen sich die Kunden online ihre Waren in einem nahen Markt zusammenstellen lassen können und abholen.

Ein Online-Anteil von über 10 Prozent wie in Großbritannien sei auch in Deutschland realistisch, sagte der Ikea-Deutschlandchef. Das wären bei einer angestrebten Umsatz-Größenordnung von 8 Milliarden Euro und 70 Märkten (bislang 50) mehr als 800 Millionen Euro (aktuell 190 Mio Euro).

Zur Höhe des aktuellen Gewinns beim deutschen Einrichtungs-Marktführer äußerte sich Betzel nicht. 2016 kommt ein neuer Markt in Wuppertal hinzu. Für 2017 sind Eröffnungen in Wetzlar, Kaarst (Ersatz für bestehendes Haus), Karlsruhe und Magdeburg geplant.

Der deutsche Gesamtumsatz stieg um 7,7 Prozent auf 4,435 Milliarden Euro und blieb damit größter Ikea-Einzelmarkt weltweit vor USA und Frankreich. Ohne die beiden Neueröffnungen in Bremerhaven und Kaiserslautern belief sich das Wachstum flächenbereinigt auf 5,9 Prozent. Auf den Kassenbons standen im Durchschnitt um 4 Prozent höhere Beträge, die mittlere Einkaufssumme pro Besuch und Kunde nahm auf 86,90 Euro zu. Im ersten, 2014 eröffneten City-Haus der Schweden in Hamburg-Altona liege der durchschnittliche Einkaufswert niedriger, aber deutlich über der Hälfte des Bundeswerts.

Weltweit hat Ikea im abgeschlossenen Geschäftsjahr 31,9 Milliarden Euro umgesetzt. Das bedeutete ein Plus von 11,2 Prozent, bereinigt um den Flächenzuwachs waren es noch um 5,1 Prozent höhere Erlöse. Besonders schnell wächst der Möbelhändler mit schwedischen Wurzeln in China und Russland.

dpa

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