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Wirtschaft Innovative Startups: Von Brandenburg nach Texas
Nachrichten Wirtschaft Innovative Startups: Von Brandenburg nach Texas
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12:54 09.03.2017
Zum Feel Festival im Sommer 2016 am Bergheider See kamen tausende Jugendliche Quelle: Firma
Berlin

Vor ein paar Jahren waren die kleinen Musikevents von „Feel Festival“ im Umland von Berlin nur ein Geheimtip in der Szene. Inzwischen ist das Startup aus Lichterfeld (Elbe-Elster) einer der großen alternativen Festival-Anbieter in der Region. Es veranstaltet im Sommer zum dritten Mal ein Festival der besonderen Art und Atmosphäre: Am Ufer des Bergheider Sees, einer früheren Lausitzer Kohlgrube, treten an fünf Tagen 400 Künstler auf 19 Bühnen auf. „Wir locken inzwischen Jugendliche aus ganz Europa an, sogar aus Moskau“, freut sich Jonas Seetge (26), einer der Projektverantwortlichen. Alle 20.000 Tickets sind bereits ausverkauft.

Jetzt hofft „Feel Festival“, hinter dem die Firma Firlefanz mit etwa zehn Mitarbeitern steht, auf einen weiteren Schub. Das Startup nimmt zum ersten Mal an der weltgrößten Kreativ- und Digitalmesse im texanischen Austin in den USA teil, die am Freitag beginnt. Jonas Seetge hofft auf Anregungen und neue Ideen. Das Startup ist Teil des Berlin-Brandenburger Auftritts mit 35 Firmen und 100 Akteuren auf der Messe, die den Namen „South by Southwest“ (SXSW) trägt.

Brandenburg mit sieben Firmen vertreten

Brandenburg ist zum ersten Mal offiziell auf der Messe vertreten – mit einem Mini-Anteil von sieben Firmen. Unterstützt werden die Auftritte von der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB). Geschäftsführer Sebastian Saule sagte, Berlin sei Stadt der coolen Clubs, Brandenburg das Land der heißen Musikfestivals. Schwerpunkt für Brandenburg sei die Digitalisierung der Filmwirtschaft, betonte Saule.

Das Feel Festival im Sommer 2016. Quelle: Firma

Einer, der schon 2016 in Texas mit dabei war und Startups unterstützte, ist Stephan Goericke, Geschäftsführer des Potsdamer Instituts für Softwarequalität (ISQI). Er begrüßte, dass Brandenburg nun mit einer eigenen Delegation dabei ist. „Wir drücken allen innovativen Vertretern die Daumen“, sagte Goericke, der erneut bei der Messe vertreten ist.

Startup aus Potsdam unter den Finalisten

Die größten Hoffnungen der Region, einen der begehrten SXSW-Awards abzuräumen, hat ein Berliner Startup, das aus Potsdam stammt: die Firma Holoplot. Sie hat ein modulares Audiosystem entwickelt, das Schallwellen gezielt auf beliebige Punkte im Raum fokussieren kann. Der Effekt: Klang kann auf eine bestimmte Personengruppe gerichtet werden, während im übrigen Raum nichts zu hören ist. Eingesetzt werden kann das System auf Bahnhöfen mit schlechter Akustik. Bestimmte Bereiche können gezielt akustisch erreicht werden. „Man kann präzise bestimmen, wer was wo und wann hört“, sagt der Geschäftsführer von Holoplot, Roman Sick. Der 29-Jährige fährt mit großen Erwartungen nach Texas. „Für uns wäre es spannend, einen Fußabdruck auf dem amerikanischen Markt zu hinterlassen“, sagt er. Und wenn es gut läuft, findet sich vielleicht auch ein Investor.

Einen Interessenten hat Sick in dieser Woche beim Kennenlernen der Berlin-Brandenburger Delegation bereits gefunden: Jonas Seetge von Feel Festival. „Die haben das Problem vieler“, so Sick. „Der Lärmpegel ist an der Bühne extrem hoch, damit hinten etwas ankommt. Wir hätten da eine Lösung.“

Von Igor Göldner

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