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Wirtschaft Jeder fünfte Riester-Vertrag liegt brach
Nachrichten Wirtschaft Jeder fünfte Riester-Vertrag liegt brach
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12:48 15.03.2018
Die Riester-Rente soll eine zusätzliche Absicherung im Alter bieten. Quelle: dpa
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Berlin

Die Riester-Rente wurde einst eingeführt, um den Deutschen eine zusätzliche Absicherung fürs Alter zu ermöglichen – staatlich gefördert. Genutzt wird das Angebot allerdings wenig: Jeder fünfte der rund 16 Millionen Riester-Verträge liegt nach einem Medienbericht brach – es gehen also keine Zahlungen mehr ein. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor, schreibt die „Rheinische Post“. Rund 3,3 Millionen Verträge seien ruhend gestellt. Von den Riester-Sparern, die ihre Verträge noch bedienen, zahlten wiederum knapp 20 Prozent so wenig ein, dass sie ihren Anspruch auf die staatliche Zulage nur zu weniger als 50 Prozent ausnutzen könnten.

„Riester hat Schwung verloren“

„Die Riester-Rente hat allen Schwung verloren: Die Vertragszahlen stagnieren und ein großer Teil der Verträge wird entweder überhaupt nicht oder völlig unzureichend bespart“, sagte der rentenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag, Markus Kurth, der Zeitung. Er kritisierte auch, dass Menschen mit geringen Einkommen von den Steuerersparnissen durch Riester deutlich weniger profitierten als Menschen mit hohen Einkommen. „Während SpitzenverdienerInnen mehr als 500 Euro an staatlichen Zuschüssen erhalten, bekommen Geringverdienende nur einen Bruchteil davon.“

Bundesregierung will Riestersparen weiterentwickeln

Die neue Bundesregierung hat angekündigt, die Riester-Rente zu modernisieren. Im Koalitionsvertrag heißt es, man wolle die private Altersvorsorge weiterentwickeln und gerechter gestalten. „Es ist ein Dialogprozess mit der Versicherungswirtschaft anzustoßen mit dem Ziel einer zügigen Entwicklung eines attraktiven standardisierten Riester-Produkts.“

Von dpa/RND/ang

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