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Jeder zweite neue Job geht an Ausländer

Arbeit in Ostdeutschland Jeder zweite neue Job geht an Ausländer

Der Anteil ausländischer Arbeitnehmer in Ostdeutschland ist mit nur 3,3 Prozent gering. Doch aktuell sieht die Tendenz ganz anders aus. Geht es nämlich um neue Jobs, wird jede zweite Stelle von einem Ausländer übernommen. Dabei werden die Beschäftigten in ganz unterschiedlichen Branchen eingesetzt.

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Mehr als 50 Prozent der neuen Jobs entfallen in Ostdeutschland auf Ausländer.

Quelle: dpa

Potsdam. Rund jeder zweite neu hinzugekommene sozialversicherungspflichtige Job in Ostdeutschland ist von einem Ausländer übernommen worden. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Auswertung der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts hervor.

Demnach verbuchten die ostdeutschen Flächenländer von Juni 2015 bis Juli 2016 ein Plus von 53 000 Beschäftigten. 54 Prozent entfielen auf Ausländer. Knapp ein Viertel (rund 12 000 Beschäftigte) des Zuwachses geht demnach auf Beschäftigte aus Polen und Tschechien zurück, sieben Prozent auf Bulgaren und Rumänen.

Beschäftigung in unterschiedlichen Branchen

„Die außereuropäischen Asylherkunftsländer tragen hingegen nur wenig zum Beschäftigungsaufbau bei“, hieß es bei den Arbeitsmarktexperten. Ebenso machten die Beschäftigten aus den krisengeschüttelten südeuropäischen EU-Mitgliedsstaaten wie Griechenland, Italien oder Portugal nur 2,8 Prozent des Zuwachses aus.

Den Angaben zufolge fanden die meisten ausländischen Arbeitnehmer einen Job bei einer Zeitarbeitsfirma (16,2 Prozent) oder in der Industrie (15,8 Prozent). Etwa jeder zehnte fand eine Beschäftigung in Verkehr- und Logistikunternehmen sowie in Hotels und Gaststätten.

Anteil wird auch in Zukunft steigen

Trotz der aktuellen Entwicklung stellen ausländische Arbeitnehmer insgesamt nur 3,3 Prozent der 4,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den ostdeutschen Ländern. Angesichts der demografischen Situation sei jedoch zu erwarten, dass dieser Anteil in Zukunft steige und ausländische Beschäftigte zunehmend zur Wirtschaftskraft der ostdeutschen Flächenländer beitragen, so die Experten des Info-Instituts.

Von dpa

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