Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 15 ° Gewitter

Navigation:
K+S lehnt geplante Übernahme durch Konkurrenten Potash ab

Bergbau K+S lehnt geplante Übernahme durch Konkurrenten Potash ab

Der kanadische Düngemittelhersteller Potash ist mit seinem Übernahme-Vorstoß beim Kali- und Salz-Produzenten K+S abgeblitzt. "Nach sorgfältiger Prüfung und Abwägung der Gesamtumstände" hätten Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, den Vorschlag abzulehnen, teilte der Kasseler Dax-Konzern am Donnerstag mit.

Voriger Artikel
Kartellamt beobachtet Ableser von Heiz- und Wasserkosten
Nächster Artikel
Volkswagen-Marken mit starker Halbjahresbilanz

Kali-Mine von K+S. Die Übernahme sei nicht im Interesse des Unternehmens, sagte K+S.

Quelle: Ole Spata

Kassel. t. K+S und Potash gehören zu den größten Kaliherstellern der Welt. K+S ist zudem der weltweit größte Salzhersteller, Potash in dem Bereich bislang nicht vertreten.

Potash hatte laut K+S 41 Euro je Aktie geboten. Dies zeige "nicht den fundamentalen Wert von K+S und ist nicht im Interesse des Unternehmens", sagte K+S-Chef Norbert Steiner. Einen angemessenen Preis wollte Finanzvorstand Burkhard Lohr allerdings nicht beziffern.

K+S baut in Kanada selbst eines neues Kaliwerk für 4,1 Milliarden kanadische Dollar (rund 3,0 Milliarden Euro) auf, wie Steiner erklärte. Das K+S-Projekt Legacy soll Ende 2016 in Betrieb gehen. Potash wolle K+S übernehmen und damit Kontrolle über Legacy erhalten, so Steiner. Das Projekt liege im Zeit- und Kostenplan, sagte Lohr. Vor allem wegen Legacy rechnet K+S damit, bis 2020 den operativen Konzerngewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 1,6 Milliarden Euro fast zu verdoppeln (2014: 895 Millionen Euro).

Zudem scheine Potash kein nachhaltiges Interesse zu haben, die "verknüpften Düngemittel- und Salzaktivitäten in der jetzigen Form fortzuführen", erklärte der K+S-Chef. Auch habe Potash trotz Nachfrage "keine verbindlichen Zusagen zum Schutz der Interessen der weltweit mehr als 14 000 Beschäftigten von K+S gemacht".

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie (IG BCE) begrüßte die Ablehnung durch K+S. "Auf Basis der vorliegenden Informationen können wir die Potash-Offerte nicht positiv bewerten. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die Zukunftsperspektiven der deutschen Standorte", sagte der IG BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadi.

Die Kanadier hatten bereits 1996 Interesse an K+S gezeigt, scheiterten aber am Kartellrecht.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 12.176,00 -1,05%
TecDAX 2.268,25 -0,44%
EUR/USD 1,1683 -0,54%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

ALLIANZ 182,00 +1,81%
CONTINENTAL 195,98 +1,13%
BEIERSDORF 92,65 +0,91%
DT. BANK 15,42 -4,87%
BAYER 107,82 -3,07%
VOLKSWAGEN VZ 132,98 -2,17%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 116,65%
Polar Capital Fund AF 109,57%
Crocodile Capital MF 102,99%
Allianz Global Inv AF 102,11%
NORDINTERNET AF 88,69%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Beeinflusst die Hainholz-Diskussion Ihr Votum bei der Bürgermeisterwahl in Pritzwalk?