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Kartellamt gibt grünes Licht für Karstadt-Filetierung

Handel Kartellamt gibt grünes Licht für Karstadt-Filetierung

Der Verkauf ist perfekt: Die Filetstücke des angeschlagenen Warenhauskonzerns Karstadt gehen mehrheitlich an die österreichische Signa-Gruppe um den Immobilieninvestor René Benko.

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Ein Schild für eine Null-Prozent-Finanzierung wirbt vor einer Karstadt-Filiale in Essen.

Quelle: Roland Weihrauch/Archiv

Essen/Bonn. Das Bundeskartellamt in Bonn gab die Transaktion frei.

Dies geht aus einer aktualisierten Liste über Zusammenschlussverfahren bei der Behörde hervor. Nicolas Berggruen hält weiterhin 100 Prozent der übrigen 83 Karstadt-Warenhäuser.

Mitte September hatten Berggruen und Benkos Signa-Gruppe den Deal bekanntgeben. Danach übernimmt Benko die Mehrheit von 75,1 Prozent an den Karstadt-Edelhäusern und -Sporthäusern. Teil des Geschäfts ist eine Geldspritze für die Modernisierung und Stärkung aller Karstadt-Häuser von 300 Millionen Euro.

Damit kann das vom Tiroler Geschäftsmann Benko gegründete Unternehmen Signa bei den 28 Sporthäusern sowie den Edelkaufhäusern Alsterhaus in Hamburg, KaDeWe in Berlin und Oberpollinger in München das Heft fest in die Hand nehmen. Ende vergangenen Jahres hatte Signa für mehr als 1,1 Milliarden Euro bereits die Immobilien des KaDeWe und von 16 weiteren Kaufhäusern erworben. Oberpollinger und weitere Karstadt-Immobilien gehören der Signa-Gruppe schon länger. Insgesamt besitzt Signa derzeit 20 Karstadt-Immobilien.

Ein Kaufpreis für die Mehrheitsübernahme bei den Sport- und Luxushäusern sei nicht gezahlt worden, hatte es bei der Bekanntgabe der Transaktion geheißen. Die Investitionen von 300 Millionen Euro sollen in alle Bereiche des Warenhausunternehmens fließen.

Im deutschen Einzelhandel ist Benko kein Unbekannter. Er besitzt nicht nur Immobilien von Karstadt, sondern hatte in der Vergangenheit auch versucht, die Metro-Tochter Kaufhof zu übernehmen. Die Warenhauskette stand vorübergehend auf der Verkaufsliste des Düsseldorfer Handelsriesen, später wurden die Pläne aber aufgegeben. In der Branche wird bereits spekuliert, ob Benko nun auf anderem Wege versuchen wird, die beiden Warenhauskonzerne zusammenzuführen.

Berggruen sieht das Geschäft mit dem Investor als einen Beitrag zur weiteren Gesundung des Unternehmens und als Bekenntnis zum Geschäftsmodell Warenhaus. Im Kerngeschäft mit den verbleibenden 83 Warenhäusern hält er in den nächsten Jahren großes Wachstum für möglich.

dpa

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