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Kindersitze im Test: Drei Viertel schneiden „gut“ ab

Mit Babys im Auto sicher unterwegs Kindersitze im Test: Drei Viertel schneiden „gut“ ab

Sicher gleich teuer? Prüfer stellen fest, dass der Preis nicht zwingend etwas mit der Qualität zu tun haben muss.

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Baby an Bord: Damit es sicher reist, sollte die Babyschale entgegen der Fahrtrichtung aufgestellt werden.

Quelle: dpa

Berlin. Bei Kindersitzen wollen Eltern auf Nummer sicher gehen. Allzu viele Ausreißer nach unten gibt es dabei nicht, wie ein Test von ADAC und Stiftung Warentest zeigt („test“-Ausgabe 11/2017). So schneiden zwölf der 16 Sitze mit „gut“ ab. Vom Preis muss die Qualität auch nicht abhängen. Gute Sitze sind zwischen 140 und 700 Euro zu bekommen. Zwei weitere Modelle sind „befriedigend“.

Allerdings fielen zwei Sitze mit „mangelhaft“ durch. Das hat die Stiftung Warentest bereits im Juli vorab veröffentlicht. Der „Recaro Optia mit Smartclick Base“ löste sich beim Frontalzusammenprall von seiner Basis. Der geprüfte „Jané Grand“ riss aus der Verankerung. Recaro verkauft das betreffende Modell nicht mehr und tauscht vorhandene Exemplare aus. Im Internet über safety.recaro.rs.com oder unter der Telefonnummer 08 00/68 63 560 können sich „Recaro Optia“-Kunden registrieren, um zu prüfen, ob ihr Sitz betroffen ist, und ein kostenloses Austauschmodell zu bekommen. Bis dahin rät Recaro: Eltern sollten den Sitz nur rückwärts nutzen. Der Hersteller Jané hält sein Modell weiterhin für sicher, wie die Stiftung Warentest berichtet. Der Hersteller belasse das Modell im Programm, biete aber eine kostenlose Reparatur an.

Kindersitze fürs Auto sind Pflicht

Zu den Testkandidaten zählen sowohl Sitze der i-Size-Norm ECE R 129 nach Körpergröße als auch solche, die nach Körpergewicht zugelassen sind (ECE R 44). Sind Kinder jünger als zwölf Jahre oder kleiner als 1,50 Meter, schreibt der Gesetzgeber für sie einen Kindersitz fürs Auto vor. Ein einziger Sitz von Geburt an reicht in der Regel nicht aus. So habe die Stiftung Warentest bisher noch kein Modell gefunden, das über diese lange Spanne gleich gut geeignet ist.

So fahren Kinder sicher mit

Als Faustformel gelte: Babys und Kleinkinder sollten mindestens bis zum Alter von etwa 15 Monaten nur rückwärtsgerichtet in einer Babyschale im Auto mitfahren. Erst dann könnten sie ihren Kopf selbst stützen. Spätestens wenn der Kinderkopf über den Schalenrand herausragt, müsse ein größerer Sitz her. Einige der größeren Sitze können etwa über das Verstellen der Rückenlehnhöhe mitwachsen. Allgemein sollten Kindersitze möglichst lange entgegen der Fahrtrichtung montiert werden. Dazu eigne sich etwa ein i-Size-Sitz, der dies bis zu einer Größe von 1,05 Metern ermöglicht. Dann seien Kinder ungefähr vier Jahre alt. Allerdings: Oft sind die Beine der Kinder schon mit zweieinhalb Jahren zu lang, um noch angenehm rückwärtsgewandt fahren zu können.

Das sind die besten neuen Sitze

Bis maximal 105 Zentimeter (i-Size): Hier gewinnt der „Cybex Aton M i-Size mit Base M i-Size“ für 350 Euro mit „gut“ (Note 1,6). Platz zwei belegt der „Cybex Aton M i-Size“ für 200 Euro (1,8) vor dem 450 Euro teuren „GB Vaya i-Size“ (2,3).

Geburt bis maximal 13 Kilogramm: Hier hat der „Recaro Guardia mit Smartclick Base“ die Nase vorn (1,8) und kostet 370 Euro. Dahinter folgen der „Recaro Privia Evo mit Smartclick Base“ (1,8) für 330 Euro sowie der „Recaro Guardia“ (1,9) für 220 Euro. Alle drei erhielten die Gesamtnote„gut“.

Geburt bis maximal 18 Kilogramm: Hier war nur der „Klippan Kiss 2 Plus“ für 500 Euro im Test, er schnitt „gut“ ab (2,5). Die Tester waren mit vielen Eigenschaften zufrieden.

9 bis 36 Kilogramm: Der „Concord Vario XT-5“ für 370 Euro erweist sich als „befriedigend“ (3,0).

15 bis 36 Kilogramm: Der „Maxi-Cosi Rodi XP“ (1,9) für 140 Euro liegt vor dem „Maxi-Cosi Rodi XP Fix“ (2,1) für 150 Euro. Beide sind „gut“.

Von Peter Loeschinger/RND

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