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Kommunen rechnen nicht mit Jobwunder bei Flüchtlingen

Arbeitsmarkt Kommunen rechnen nicht mit Jobwunder bei Flüchtlingen

Der Arbeitsmarkt boomt – doch Kommunen warnen vor überzogenen Erwartungen mit Blick auf die Integration von Geflüchteten. Sie fordern deshalb mehr Geld für Sprachkurse und Job-Trainings.

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Job-Training in Berlin.

Quelle: dpa

Berlin. Es sei zwar ein Erfolg, dass inzwischen mehr Flüchtlinge in Arbeit gebracht werden konnten als ursprünglich erwartet. „Dieses positive Zeichen ist jedoch kein Anlass, in den Anstrengungen nachzulassen und in den Irrglauben zu verfallen, dass mittelfristig die große Zahl der nach Deutschland Geflüchteten in Arbeit gelangen werden“, sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Nach wie vor ist ein Großteil der Personen weder sprachlich noch beruflich ausreichend qualifiziert, um eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt zu finden.“ Landsberg sagte, es würden weiterhin Menschen nach Deutschland fliehen, auch wenn die Zahlen deutlich reduziert werden konnten.

Arbeitsmarkt präsentiert sich in bester Verfassung

„Allein für 2017 liegen die Schätzungen bei etwa 200 000 Personen“, so der Gemeindebund-Geschäftsführer. Die 2018 auslaufenden Integrationsmittel des Bundes für die Kommunen müssten deshalb fortgeschrieben werden, die Unternehmen noch mehr für Ausbildungsplätze und berufsorientierende Maßnahmen sorgen. Niemand wisse schließlich, wie sich die Konjunktur in den nächsten Jahren tatsächlich entwickeln werde.

Aktuell präsentiert sich der Arbeitsmarkt in bester Verfassung. Die Erwerbslosigkeit sank im Oktober erstmals seit der Wiedervereinigung wieder unter 2,4 Millionen, um 60 000 gegenüber September 2017 auf 2,389 Millionen. Die Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 24 000 auf 182 000 – ein Plus von 15 Prozent, jedoch deutlich weniger als erwartet. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet damit, dass kommenden Jahr rund 60 000 Flüchtlinge zusätzlich in der Erwerbslosenstatistik auftauchen werden.

Sprachförderung bleibt das A und O

Viele – aktuell rund 416 000 – absolvieren aktuell Integrationskurse oder Job-Trainings, in den vergangenen zwölf Monaten haben 68 000 eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen. Die Wirtschaft sieht für Flüchtlinge bei entsprechenden Deutschkenntnissen in bestimmten Berufsfeldern sogar gute Chancen.

„Die Zeitarbeit, das Gastgewerbe und der Handel sind überdurchschnittlich oft der Integrationsmotor in den Arbeitsmarkt“, sagte Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), dem RND. „Das A und O einer erfolgreichen Integration bleiben eine aktive Sprachförderung und eine Investitionsoffensive in Bildung und Qualifizierung.“

Von Rasmus Buchsteiner / RND

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