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Kunden: vorm Weihnachtsgeschäft ein Rätsel

Bis zu 460 Euro für Geschenke? Kunden: vorm Weihnachtsgeschäft ein Rätsel

Wie viel werden Sie dieses Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben? Verschiedene Studien wissen angeblich schon, wie viel die Deutschen für Geschenke springen lassen. Bis zu 460 Euro pro Person reichen die Schätzungen. In Brandenburg ist man da vorsichtiger, aber auch optimistisch. Handelsverbandschef Nils Busch-Petersen wird sogar poetisch.

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Weihnachten sitzt der Geldbeutel oft locker – aber wie locker?

Quelle: Foto: dpa

Berlin. Für manch einen kommt Weihnachten ja jedes Jahr überraschend. Die Einzelhändler aber können es sich nicht leisten, erst spät an die Festtage zu denken. Schließlich rieselt im Geschenkegeschäft traditionell besonders viel Geld in die Kassen. „Der stationäre Handel erzielt knapp 19 Prozent, der Internethandel gut 25 Prozent seines Jahresumsatzes im November und Dezember“, sagt der Präsident des Handelsverbands (HDE), Josef Sanktjohanser.

Das Weihnachtsgeschäft in Brandenburg

Wie viel geben Sie für Weihnachtsgeschenke aus?

Alle Jahre wieder wagen verschiedene Studien Prognosen. In diesem Jahr kommen alle zu dem Ergebnis, dass die Kunden beim Weihnachtsshopping wohl nicht sparen werden. Aussagen darüber, wie viel jeder Kunde letztlich für Geschenke springen lässt, weichen indes sehr stark voneinander ab – ein Indiz dafür, dass bei solchen Studien immer auch ein wenig Spekulation und Wunschdenken dabei ist.

Handelsverbandschef wird poetisch

Deshalb hält sich auch Nils Busch-Petersen, Chef des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, mit einer konkreten Prognose zurück. Aber zuversichtlich klingt er: „So wie das Jahr bisher gelaufen ist, gehen wir von einem guten Geschäft aus, das über dem Vorjahr liegen wird“, sagt er. Die Gründe: „Die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie lange nicht, die Massenkaufkraft wächst.“

Außerdem beflügele die derzeitige Zinssituation den Konsum. „Die Sparzinsen sind im Keller, warum soll man das Geld nicht ausgeben?“, sagt Busch-Petersen und wird fast poetisch: „Mein Rat: Kauft euch und euren Lieben etwas Schönes, denn nichts ist so hochverzinst wie die Dankbarkeit eines Beschenkten.“

Studien zur Konsumfreude widersprechen sich

So weit wie sein Dachverband, der HDE, würde Nils Busch-Petersen mit einer Geschäftsprognose nicht gehen. Denn dort hat man sehr konkrete Vorstellungen, wie viel jeder Deutsche im Schnitt für Geschenke ausgeben wird: 460 Euro. Deutlich tiefer stapelt da der Wirtschaftsdienstleister Deloitte in seiner jährlichen Weihnachtsstudie: Pro Haushalt planten die Deutschen demnach 256 Euro für Präsente ein, die Wirtschaftsprüfer Ernst & Young will dagegen wissen, dass es 259 Euro sind.

Hinter diesen großen Abweichungen steckt eine entscheidende Schwäche aller Weihnachtsprognosen: Kaum ein Kunde weiß im Voraus, wie viel er für Geschenke ausgeben will. Einige der Studien wurden schon im September durchgeführt, als draußen noch T-Shirt-Wetter herrschte. Da dürfte niemand eine fertig addierte Preisliste im Kopf haben. Und wenn die Last-Minute-Hektik der Tage vor Heiligabend vorbei ist, weiß vielleicht manch einer nicht mehr, was er tatsächlich alles eingekauft hat.

Parfüm, Bücher, Gutscheine sind der Renner

HDE-Präsident Sanktjohanser schätzt, dass der Einzelhandel im Weihnachtsgeschäft zwei Prozent mehr umsetzen wird als 2014, der Online-Handel sogar zwölf Prozent. Seit 2009 steigen die Umsatzzahlen. Klassiker unterm Weihnachtsbaum bleiben Gutscheine, Bücher, Spiele und Kosmetik.

Deswegen geht Deutschlands größte Parfümeriekette Douglas, zu deren Holding auch die Buchkette Thalia gehört, mit „größtem Optimismus“ ins Weihnachtsgeschäft. Dabei profitiert das Unternehmen vom Ausbau seines Online-Angebots. Dieses Geschäftsfeld habe im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr 2014/15 bereits zehn Prozent des Gesamtumsatzes ausgemacht und bleibe „ein Wachstumstreiber“, so Geschäftsführer Henning Kreke.

Von Violetta Kuhn und Torsten Gellner

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