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Lausitzer Kohlerevier? Nur geschenkt!

Greenpeace will Kohleausstieg bis 2030 Lausitzer Kohlerevier? Nur geschenkt!

Irre oder clever? Die Umweltorganisation Greenpeace will die zum Verkauf stehenden Kohlegruben und -kraftwerke in der Lausitz übernehmen. Zahlen will Greenpeace dafür aber nicht: Das Kohlerevier sei nichts wert, sondern verursache nur Milliardenkosten. Deshalb sollen die Gruben und Kraftwerke in eine Stiftung überführt und binnen 15 Jahren abgewickelt werden.

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Die schwedische Greenpeace-Chefin Annika Jacobson sagt: Die Kohle in der Lausitz ist nichts wert.

Quelle: AFP

Potsdam. Greenpeace Schweden möchte die Braunkohlesparte des Energiekonzerns Vattenfall in der Lausitz in ein Unternehmen für erneuerbare Energien umbauen. Dazu sollen Tagebaue und Kraftwerke in Brandenburg und Sachsen in eine gemeinnützige Stiftung überführt werden, wie die Präsidentin der schwedischen Umweltorganisation, Annika Jacobsson, am Dienstag in Berlin sagte.

Das Ziel: Bis 2030 soll das Kohle-Revier „sozial- und umweltverträglich“ abgewickelt werden. Bis Dienstagmittag wollte Greanpeace bei der US-Bank Citigroup ein Angebot einreichen; das Institut wickelt für Vattenfall den Verkauf ab. Die Sache hat aber einen Haken: Greenpeace will für die Kohle kein Geld ausgeben.

Vattenfall soll Milliarden aufwenden

Stattdessen soll Vattenfall selbst Milliarden in die Hand nehmen, um den Kapitalgrundstock der Stiftung zu schaffen. „Die Kohle verursacht negative Kosten“, erklärte Jacobson. Denn wenn man Umweltschäden, Ausgaben für die anstehende Rekultivierung, die Steuerbegünstigungen und vor allem die Kosten für das Gesundheitssystem zusammenrechne, lägen diese um ein Vielfaches höher, als man mit dem Abbau der Kohle verdienen könne.

Das Stiftungsmodell sei der einzige Weg, der garantiere, dass am Ende nicht die Gesellschaft für diese Kosten aufkommen müsse, betonte Jacobsson. Die vor einigen Tagen bekannt gewordenen Absichten der Umweltorganisation waren unter anderem von Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) als Scherz bezeichnet worden. Jacobson widersprach: „Wir sind die einzig ernsthaften in diesem Geschäft“, sagte sie.

Vattenfall bietet mehrere Kraftwerke zum Verkauf

Der Konzern Vattenfall, der komplett im Besitz des schwedischen Staats ist, hatte Ende September den Verkauf seiner deutschen Braunkohlesparte gestartet. Dazu gehören die Kraftwerke Jänschwalde und Schwarze Pumpe in Brandenburg, Boxberg und Block R der Anlage Lippendorf in Sachsen und die Tagebaue in der Lausitz.

Von Torsten Gellner

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