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London lockert Geldpolitik trotz Brexit-Votums nicht weiter

Zentralbanken London lockert Geldpolitik trotz Brexit-Votums nicht weiter

Die Zinsen in Großbritannien bleiben auch nach der Entscheidung zum EU-Ausstieg niedrig - aber zunächst einmal fallen sie nicht weiter. Ändert sich das im August, falls die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs mehr Unterstützung durch billiges Geld braucht?

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Trotz des Brexit-Votums bleibt der Leizins in Großbritannien bei 0,5 Prozent unverändert.

Quelle: Michael Kappeler

London. Die britische Notenbank hält drei Wochen nach dem Brexit-Votum zunächst noch still und will die Zinsen vorerst nicht senken. Für den August stellten die Währungshüter aber eine Lockerung der Geldpolitik in Aussicht, sollte die Wirtschaft des Landes dies benötigen. Niedrige Zinsen können über günstigere Kredite etwa Investitionen anschieben und auch den Konsum beflügeln.

Der Zinssatz bleibe aktuell auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent, teilte die Bank of England am Donnerstag in London mit. Die Entscheidung sei mit einer Gegenstimme gefallen. Volkswirte hatten bereits jetzt einen Rückgang auf 0,25 Prozent erwartet.

"Der geldpolitische Ausschuss hat sich verpflichtet zu tun, was immer nötig ist, um das Wachstum zu stützen und die Inflation innerhalb eines angemessenen Zeitraums auf die Zielrate zurückzubringen", erklärte die Notenbank. "Aus diesem Grund erwarten die meisten Mitglieder des Ausschusses eine geldpolitische Lockerung im August."

Das britische Pfund legte nach der Entscheidung zu, während es bei britischen Staatsanleihen wenig Bewegung gab. Bei 0,5 Prozent liegt der Leitzins nun seit mehr als sieben Jahren.

Die Notenbank sah zudem davon ab, ein milliardenschweres Wertpapier-Kaufprogramm zu reaktivieren. Im Zuge der Finanzkrise hatte die Bank of England Staatsanleihen und andere Vermögenswerte für insgesamt 375 Milliarden Pfund in ihre Bücher genommen, um die Marktzinsen zusätzlich zu drücken. Auch andere mächtige Zentralbanken wie die EZB setzen auf ähnliche Kaufprogramme - nun ist das Ziel aber, über die Steigerung der Geldmenge das gefährlich niedrige Zinsniveau wieder etwas anzuheizen.

Seit dem Herbst 2012 ruhten die Wertpapierkäufe bei der britischen Notenbank. Experten hatten vor der Zinsentscheidung die Möglichkeit ins Spiel gebracht, das Programm könnte fortgeführt werden.

Notenbankenchef Mark Carney hatte Ende Juni eine geldpolitische Lockerung "im Laufe des Sommers" signalisiert. Die nächste Zinsentscheidung wird nach derzeitiger Planung im August fallen.

dpa

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