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Wirtschaft Lufthansa bringt BER-Abriss ins Spiel
Nachrichten Wirtschaft Lufthansa bringt BER-Abriss ins Spiel
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17:02 18.03.2018
Ein Fall für die Abrissbirne? Der Flughafen BER soll im Herbst 2020 öffnen. Quelle: dpa
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Berlin

Um den neuen Flughafen BER in Schönefeld (Dahme-Spreewald) ist eine Abrissdebatte entbrannt. Lufthansa-Vorstand Thorsten Dirks sagte bei einer Tagung: „Meine Prognose ist: Das Ding wird abgerissen und neu gebaut.“ Das meldete die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf eine Tagung am Tegernsee. Dirks ist bei der Lufthansa zuständig für die Billigfluglinie Eurowings.

Lufthansa-Sprecher Andreas Bartels ruderte daraufhin zurück. Das Unternehmen habe auf keinen Fall für einen Abriss des Flughafens plädieren wollen, sagte er. „Das war eine zugespitzte Äußerung, um auf das Ausmaß der Probleme am Flughafen hinzuweisen“, ergänzte Matthias Eberle, Sprecher von Eurowings.

BER-Chef: „Das ist Unsinn“

Der Berliner Senat hat die Äußerungen vonseiten der Lufthansa zu einem möglichen Abriss des immer noch nicht betriebsbereiten Hauptstadtflughafens BER strikt zurückgewiesen. „Die drei Gesellschafter sind sich einig: Der Flughafen wird fertiggebaut“, sagte Senatssprecherin Claudia Sünder am Sonntag. Flughafen-Chef Engelbert Lütke-Daldrup bemerkte zu den Äußerungen: „Das ist Unsinn.“

Sowohl Sünder und Lütke-Daldrup als auch der Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafengesellschaft, Rainer Bretschneider, mahnten die Lufthansa, sich lieber um Langstreckenverbindungen für die Hauptstadt zu kümmern.

Der Flughafen soll im Oktober 2020 eröffnet werden. Daran gibt es große Zweifel Der Flughafenplaner Dieter Faulenbach da Costa hatte am Donnerstag bei einer Anhörung im Berliner Abgeordnetenhaus gesagt: „Der Masterplan führt dazu, dass die Inbetriebnahme 2020 unwahrscheinlich wird.“ Lütke Daldrup hatte dem daraufhin widersprochen.

Kosten für Schallschutz drohen zu explodieren

730 Millionen Euro wurden für das Schallschutzprogramm veranschlagt. Fast die Hälfte davon wurde bereits ausgezahlt, wie die Bundesregierung nun auf Anfrage mitteilte. Doch laut aktuellem Schallschutzbericht der Flughafengesellschaft wurden gerade einmal bei etwa einem Drittel aller anspruchsberechtigten Haushalte Schallschutzfenster und Dämmungen eingebaut oder Entschädigungen gezahlt. Während die Flughafengesellschaft weiterhin davon ausgeht, dass das Budget ausreichen wird, hegen die Brandenburger Grünen erhebliche Zweifel.

Vor dem Hintergrund des erhöhten Finanzbedarfs bis zur Eröffnung im Herbst 2020 sei zu befürchten, dass die Flughafengesellschaft an der Kostenschraube drehen und die ohnehin schon eng begrenzten Ansprüche der Lärmgeschädigten noch weiter nach unten drücken könnte, sagte Fraktionschef Axel Vogel. „Der Flughafen wurde in dicht bebautem Siedlungsgebiet errichtet, hier darf nicht am Schallschutz gespart werden“, forderte er.

Von MAZOnline

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