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Lufthansa geht im Tarifkonflikt auf Flugbegleiter zu

Tarife Lufthansa geht im Tarifkonflikt auf Flugbegleiter zu

Ein Ultimatum bis zum 1. November hatten die Flugbegleiter der Lufthansa gestellt. Der Konzern soll im Tarifkonflikt neue Vorschläge vorlegen. Nun reden beide Parteien tatsächlich wieder miteinander. Gelingt doch noch ein Durchbruch?

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Kurz vor Ablauf des Ultimatums der Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat die Lufthansa einen neuen Lösungsversuch gestartet. Gelingt doch noch ein Durchbruch im Tarifkonflikt?

Quelle: Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Main. Kurz vor Ablauf eines Ultimatums der Flugbegleitergewerkschaft Ufo ringen die Arbeitnehmerseite und die Lufthansa um eine Lösung des seit Monaten schwelenden Tarifkonflikts.

Es gebe noch keine Einigung, aber mehr Zuversicht als zu Beginn des Treffens am Freitag, sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies der Deutschen Presse-Agentur. "Am Wochenende ist Showdown. Entweder wir finden eine Lösung, oder es ist vorbei."

Bei den Gesprächen gehe es "relativ überraschend" um konkrete Inhalte, sagte Baublies. "Das ist nicht nur Geplänkel." Das Treffen dauerte am Abend an. Zu den Inhalten wollte sich Baublies nicht äußern. Es sei Stillschweigen vereinbart worden. Eine Lufthansa-Sprecherin bestätigte die anhaltenden Gespräche. "Es ist schon mal positiv, dass geredet wird", sagte sie. Zu den Aussichten wollte aber auch sie sich nicht äußern.

"Die Lufthansa hat uns eingeladen, um uns einen Vorschlag über Inhalte und den weiteren Ablauf der Verhandlungen zu unterbreiten", hatte Baublies am Mittag in Frankfurt gesagt.

Mitte Oktober hatte Ufo ein Angebot der Lufthansa als Provokation zurückgewiesen und das Unternehmen aufgefordert, die Vorschläge bis zum Ende der ursprünglich gesetzten Verhandlungsfrist am 1. November nachzubessern. Anderenfalls drohten Streiks.

Das gelte nach wie vor, sagte Baublies. Zwar seien beide Seiten bemüht, sich bis Sonntag zu einigen. Aber: "Gelingt das nicht, sind Streiks in der kommenden Woche das wahrscheinlichste Szenario." Mit der Ankündigung eines Arbeitskampfes sei aber nicht vor Montag zu rechnen.

Der Tarifstreit mit den Flugbegleitern ist nicht der einzige bei der Lufthansa. Europas größte Fluggesellschaft führt derzeit mit mehreren Gewerkschaften getrennte Verhandlungen für unterschiedliche Berufsgruppen im Konzern. Das komplizierteste Thema sind die vom Unternehmen zum Jahresende 2013 gekündigten Betriebs- und Übergangsrenten.

Derzeit werde wieder mit den Gewerkschaften VC für die Piloten, Ufo für die Flugbegleiter und Verdi für das Bodenpersonal verhandelt, sagte Unternehmenschef Carsten Spohr zuletzt.

Ufo hatte im Sommer nach einer gescheiterten Schlichtung zu Rentenfragen mit einem massiven Streik gedroht, der jedoch Ende Juni in letzter Minute abgesagt wurde. Die Piloten streikten dagegen zuletzt im September - und der Dauerstreit kann nach bisher 13 Streikrunden durchaus wieder eskalieren. Nach einer Gerichtsentscheidung mussten die Piloten den Ausstand im September abbrechen. Das Gericht sah ihn als rechtswidrig an, weil er auf eine stärkere Mitsprache der Piloten beim Projekt Eurowings abziele.

Mit der Billigtochter, die niedrigere Gehälter zahlt als die Lufthansa-Kerngesellschaft, will Spohr gegen Rivalen wie Ryanair und Easyjet punkten. Derzeit konzentrieren sich die Gespräche auf die Übergangsversorgung der Piloten.

Trotz der Belastungen durch die Pilotenstreiks steuert die Lufthansa in diesem Jahr auf das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte zu. Ein Rekordpassagiergeschäft im Sommer und sinkende Treibstoffkosten gaben der Airline im dritten Quartal einen kräftigen Schub. Vorstandschef Carsten Spohr hob am Donnerstag die Gewinnprognose für das Gesamtjahr an.

dpa

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