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Lufthansa und Piloten reden noch

Tarife Lufthansa und Piloten reden noch

Kann der 13. Pilotenstreik bei der Lufthansa innerhalb von 17 Monaten doch noch abgewendet werden? Unternehmenschef Spohr verteidigt seinen harten Kurs, während die Aktie zum Höhenflug ansetzt.

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Carsten Spohr setzt auf einen harten Kurs.

Quelle: Daniel Reinhardt

Frankfurt/Main. Trotz der neuerlichen Streikdrohung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ist der Gesprächsfaden zwischen Gewerkschaft und Lufthansa nicht abgerissen. Die VC bestätigte, dass das Unternehmen neue Gespräche angeboten hat.

Allerdings sei die Beschreibung möglicher Themen "absolut substanzlos" gewesen, so dass man nicht darauf eingegangen sei, sagte ein Sprecher. Sollte Lufthansa noch nachbessern, sei man erreichbar und zu Gesprächen bereit.

"Unsere Angebote stehen", sagte der VC-Sprecher. Die Gewerkschaft hat nach eigenen Angaben dem Unternehmen Sparvorschläge im Wert von 500 Millionen Euro in den Cockpits gemacht. Voraussetzung zur Wiederaufnahme der Verhandlungen bleibe allerdings, dass die Pläne zur Verlagerung von Fliegern und Personal der neuen Lufthansa-Billigfluglinie Eurowings ins europäische Ausland eingefroren werden. Das hat Lufthansa in der Vergangenheit stets strikt abgelehnt, weil die Auslagerung eine unternehmensstrategische Entscheidung und kein Gegenstand von Tarifverhandlungen sei.

Konzernchef Carsten Spohr setzt auf die Rückendeckung seiner Aktionäre im Arbeitskampf mit den Piloten. "Per se goutiert der Finanzmarkt, wenn wir in diesen Arbeitskämpfen hart bleiben", sagte Spohr am Donnerstagabend in Stuttgart. "Ich glaube, die Aktionäre stehen hinter uns, dass diese notwendige Kostensenkung stattfinden muss", sagte Spohr. "Es geht nicht anders: Wir müssen, um die Führungsrolle zu erhalten und nicht von Low-Cost-Carriern verdrängt zu werden, unsere Kostensituation auf das Niveau der Wettbewerber bringen."

Die VC hatte am Mittwoch die Tarifgespräche mit der Lufthansa für gescheitert erklärt. Erneute Streiks nach bereits zwölf Arbeitsniederlegungen seien nun wieder jederzeit möglich, sollten aber einen Tag vorher angekündigt werden. Einen konkreten Termin nannte die Gewerkschaft bis Freitagnachmittag nicht.

Getrieben von freundlichen Analysen und positiven Aussagen Spohrs zur Auslastung im Sommer setzte die Lufthansa-Aktie am Freitag an, wenigstens einen Teil der in diesem Jahr aufgelaufenen Kursverluste wieder auszugleichen. Mit einem Plus von zeitweise knapp 7 Prozent hielt sich der Wert einsam an der Spitze des Dax.

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" will der Konzern einen neuen Chef bei der profitablen Tochter Swiss einsetzen. Den Posten soll den Angaben zufolge Thomas Klühr übernehmen, der als enger Vertrauter Spohrs gilt. Bislang leitet Klühr das zweitwichtigste Drehkreuz der Airline in München. Der bisherige Swiss-Chef Harry Hohmeister solle sich auf seine Aufgaben im Konzernvorstand konzentrieren, dem er bereits seit Juli 2013 angehört.

dpa

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