Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wirtschaft MAN in den roten Zahlen
Nachrichten Wirtschaft MAN in den roten Zahlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:57 29.10.2013
MAN bleibt in den roten Zahlen. Quelle: Andreas Gebert
Anzeige
München

"Erwartungsgemäß verlief das dritte Quartal 2013 für die MAN Gruppe besser als die ersten sechs Monate", sagte der Chef der Volkswagen-Tochter, Georg Pachta-Reyhofen am Dienstag in München.

Vor allem in Europa zogen die Lkw-Bestellungen kräftig an. Im dritten Quartal lag das Plus hier bei rund 50 Prozent. Hauptgrund ist die anstehende strengere Abgasnorm Euro 6, die hierzulande von Januar an gilt. Weil die schadstoffärmeren Motoren teurer sind als die Vorgänger, kaufen viele Spediteure jetzt Euro-5-Lkw. Auch die MAN-Rivalen Daimler und Scania haben diesen Effekt bemerkt.

Die Branche freut das Plus allerdings nur bedingt, denn wer jetzt einen Lastwagen kauft, spart sich die Investition möglicherweise im kommenden Jahr. Diese Gefahr sieht auch Pachta-Reyhofen. MAN sehe diese Vorzieheffekte "mit sehr gemischten Gefühlen". Eine echte Trendwende am Markt gebe es derzeit wohl nicht.

In Europa geht Nutzfahrzeug-Chef Anders Nielsen für 2014 von einem ähnlichen Markt wie 2013 aus. MAN setzt darauf, dass Europas langsam in die Jahre kommende Lkw-Flotte künftig erneuert werden muss. Ein Sorgenkind bleibt die Bus-Sparte von MAN. In der Maschinenbausparte sieht es derzeit ebenfalls trist aus. Noch immer kommt der Schiffbau nicht in Fahrt, was die Bestellungen von Großmotoren drückt.

Dank der wieder gewachsenen Lkw-Nachfrage kletterte der für die Zukunft wichtige Auftragseingang zwischen Juli und September immerhin um rund 22 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Der Umsatz lag im vorletzten Jahresviertel mit gut 3,6 Milliarden Euro allerdings gut sechs Prozent unterhalb des Vorjahres. Unter dem Strich verbuchte MAN vor allem aus steuerlichen Gründen einen herben Verlust von 218 Millionen Euro. Seit Jahresbeginn liegt der Konzern damit bei einem Minus von fast 600 Millionen Euro.

   Der Euro-6-Effekt hinterlässt auch in den europäischen Zulassungszahlen seine Spuren: Im September wurden in der EU den dritten Monat in Folge mehr schwere Lastwagen über 16 Tonnen verkauft als ein Jahr zuvor. Im vergangenen Monat lag das Plus bei 8,7 Prozent. Der gesamte Nutzfahrzeugmarkt in der Europäischen Union legte nach Zahlen des Branchenverbands ACEA um gut 6 Prozent zu. Allerdings hatte der September 2013 einen Arbeitstag mehr 2012.

dpa

Europas zweitgrößter Ölkonzern BP hat im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Der bereinigte Gewinn fiel um etwas mehr als ein Viertel auf 3,7 Milliarden US-Dollar (2,7 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte.

29.10.2013

Der Stromkonzern RWE hat weitere Kürzungen angekündigt. "Unser Ergebnis wird dramatisch sinken", sagte RWE-Chef Peter Terium der "Süddeutschen Zeitung". "Für mich ist unvermeidbar, dass wir mit neuen Sparprogrammen nachlegen müssen.

29.10.2013

Die deutschen Aktien haben am Montag im späten Geschäft uneinheitlich tendiert. Der L-Dax ging bei 8978,03 Punkten aus dem Handel. Im Xetra-Hauptgeschäft hatte der Index 0,08 Prozent auf 8978,65 Punkte verloren, nachdem er zuvor bei 9.018 Zählern den höchsten Stand seiner Geschichte erreicht hatte.

28.10.2013
Anzeige