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Wirtschaft MBS versichert: Kein Strafzins für Privatkunden
Nachrichten Wirtschaft MBS versichert: Kein Strafzins für Privatkunden
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20:01 21.02.2018
Andreas Schulz, Vorstandsvorsitzender MBS Quelle: MBS
Potsdam

Für die Privatkunden der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) bleibt es trotz der Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) dabei: Verwahrentgelte, also Negativzinsen, wie sie andere Geldinstitute inzwischen verlangen, soll es nicht geben. Das versicherte am Freitag Sparkassenchef Andreas Schulz. „Wir wollen unsere treuen Kunden fair behandeln.“

Verwahrentgelte gibt es seit dem 1. Oktober 2017 allerdings für große Firmenkunden und die öffentliche Hand. Um 508 Millionen Euro legte der Bestand der Spareinlagen zu. 10,5 Milliarden Euro haben die Kunden seines Instituts inzwischen auf ihren Konten liegen. „Jeder einzelne Euro davon ist Kundenvertrauen, und das freut uns“, hob Schulz hervor.

MBS musste 1,4 Millionen Euro an die MBS zahlen

Im vorigen Jahr musste wiederum die MBS rund 1,4 Millionen Euro Verwahrentgelte an die Europäische Zentralbank zahlen. Eingenommen hat sie im Gegenzug 187 000 Euro von gewerblichen und kommunalen Kunden, wie Schulz hervorhob. Bei einem Teil der Einlagen der MBS bleibt dem Sparkassenchef nichts anderes übrig, als das Geld zur EZB zu bringen.

MBS zieht dennoch positive Bilanz

Insgesamt zog der MBS-Chef eine positive Bilanz für das zurückliegende Jahr. Die Rahmenbedingungen waren nicht einfach, die Bilanzsumme stieg auf 12,7 Milliarden Euro (2016: 12,3). Gesteigert werden konnten auch die Zusagen für Immobilienfinanzierungen. Mit 706 Millionen Euro konnte das Vorjahresniveau 18 Prozent gesteigert werden. „Der Baumboom in Brandenburg ist ungebrochen“, so Schulz.

MBS rechnet mit zurückgehenden Ergebnissen

Für die nächsten Jahre rechnet der Sparkassen-Chef mit zurückgehenden Ergebnissen. Zinserträge würden weiter sinken. Die Digitalisierung würde weitere Investitionen erfordern, kündigte er an. Die MBS umfasst die Kreise in Westbrandenburg und hat über 700 000 Kunden im Land.

Von Igor Göldner

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