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Märker entwickelt Datingportal für Wohnungssuche

Immobilienmarkt Märker entwickelt Datingportal für Wohnungssuche

Datingportale haben Hochkonjunktur. Computerprogramme werten aus, wer am besten zueinander passt. Der Brandenburger Heiko Schmidt hat dieses Prinzip auf den Wohnungsmarkt übertragen: Seine Seite www.dermieterfinder.de soll Wohnungsanbieter und Suchende passgenau zu einander bringen – ohne lästige Massenbesichtigungen.

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Das Schwarze Brett war gestern: Heute werden Wohnungen vor allem im Internet vermittelt.

Quelle: dpa

Brandenburg/Havel. Ein Mädchen hält sein Geschwisterchen im Arm und lächelt in die Kamera. „Kleine Familie sucht dringend eine Wohnung“, steht über dem Text. Ein Wohnungsgesuch im Internet, inseriert im Online-Portal www.dermieterfinder.de. Das Besondere: Wohnungen kann man sich auf der Seite gar nicht anschauen. Die Seite funktioniert vielmehr wie eine Singlebörse: Mieter und Vermieter erstellen ein Profil ähnlich wie bei einer Dating-Seite. Wohnungsanbieter bekommen dann auf der Grundlage verschiedener Parameter Neukunden vorgeschlagen, die zu ihren Vorgaben passen sollen.

Im Hauptberuf Polizist

Der Brandenburger Heiko Schmidt hat den „Mieterfinder“ entwickelt, weil er Massenbesichtigungen überflüssig findet und eine Alternative zum gesetzlichen Bestellerprinzip suchte. Demnach muss derjenige für einen Makler zahlen, der ihn bestellt. Vermieter wollen sich diese Kosten sparen und suchen verstärkt selbst nach Mietern. „Wir haben hier nicht mehr das Phänomen der Massenbesichtigungen, weil von Anfang an nur solche Personen vorgeschlagen werden, die für den Vermieter auch in Frage kommen“, erklärt Heiko Schmidt, der die Seite nebenberuflich entwickelt hat. Im Hauptberuf ist er Pressesprecher bei der Polizeidirektion West.

„Einige tausend Euro“ hat Schmidt nach eigenen Angaben mit seinen Mitstreitern in das Projekt gesteckt. Nun hofft er, dass das Angebot seinen Markt findet. Der Immobiliendienst sei bis zur Kontaktvermittlung kostenlos, erklärt Schmidt. Erst wenn der Vermieter einen potenziellen Mieter anspricht, kostet ihn dies Geld. Der Mieter muss nichts zahlen – es sei denn, er will sich im Netz mit einem Foto präsentieren, um die Chancen zu erhöhen – wie bei einer echten Single-Börse eben.

Von Danilo Hafer

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