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Märker müssen lange auf Handwerker warten

Brummende Konjunktur Märker müssen lange auf Handwerker warten

Wer derzeit in Brandenburg einen Handwerker braucht, muss geduldig sein. Der Auftragsvorlauf je Betrieb liegt inzwischen im Schnitt bei neuen Wochen. Die Auftragslage ist demnach weiterhin auf einem Spitzenniveau. Eine Flaute ist nicht abzusehen. Die Handwerker blicken so optimistisch wie selten in die Zukunft.

Ob Lackierer, Elektriker, Tischler oder Dachdecker – Handwerker können sich über mangelnde Aufträge derzeit nicht beklagen.

Quelle: dpa

Potsdam/Cottbus. Wer derzeit in Brandenburg einen Handwerker braucht, muss geduldig sein. Der Auftragsvorlauf je Betrieb liegt inzwischen im Schnitt bei neuen Wochen, wie Robert Wüst, Präsident der Handwerkskammer Potsdam am Dienstag erklärte. „79 Prozent der Betriebe berichten von einer Kapazitätsauslastung“, sagte er bei der Vorstellung der Konjunkturumfrage unter 4000 Mitgliedsunternehmen.

Jedes dritte Westbrandenburger Unternehmen operiert damit am Rande der Kapazitätsauslastung. Mehr geht nicht, obwohl die Nachfrage gerade im Bau weiterhin äußerst hoch ist. „Wo die Fachleute fehlen, können die Aufträge nicht abgearbeitet werden“, sagte Wüst. Drängendstes Problem sei demnach weiterhin der Fachkräftemangel. Unter Elektrikern herrsche beispielsweise derzeit Vollbeschäftigung. Es gibt hier statistisch gesehen keine Arbeitslosigkeit.

Insgesamt bewerteten 93,1 Prozent der befragten Firmen im Westen die Lage als gut oder befriedigend, im Süden, im Bezirk der Handwerkskammer Cottbus sind es sogar 93,1 Prozent. Auf den Süden bezogen ist das der bislang höchste Wert einer Frühjahrskonjunkturumfrage seit der Wende. Bei vollen Auftragsbüchern will ein Teil der Firmen auch neue Mitarbeiter einstellen.

Aufgeholt haben die Nahrungsmittelhandwerke wie Fleischer oder Bäcker, obwohl die unter hohen Energiekosten und einer starken Konkurrenz durch Supermärkte und Discounter leiden. Auf vollen Touren arbeiten auch die Auto-Werkstätten, die von gestiegenen Zulassungszahlen profitieren.

Trotz des überaus guten Ausgangsniveaus blicken die Betriebe überwiegend optimistisch auch in die Zukunft, wie Kammergeschäftsführer Ralph Bührig erklärte. Fast ein Drittel geht von einer noch besseren Geschäftslage aus. „Das ist ein sagenhafter Wert“, sagte er.

Prozent erwarten eine verbesserte Geschäftslage, nur vier Prozent gehen von schlechteren Geschäften aus. Das ist ein sagenhafter Wert.“ Mit Blick auf die hohen Energiekosten in Ostdeutschland forderte er die Politik auf, endlich für eine faire Lastenverteilung zu sorgen. 220000 KwSt durchschnittlicher Bäcker. Zahlung EEG jährlich über 15000 Euro Belastung. Ein durchschnittlicher Bäcker müsse inzwischen allein 15000 Euro EEG-Umlage zahlen. „Die Schmerzgrenze ist längst erreicht“, so Bührig.

Zurückhaltend sind die märkischen Unternehmen weiterhin bei Investitionen, obwohl es günstige Kredite gibt. Auch hier könnte der fehlende Fachkräftemangel ein Hemmnis sein.

Von Torsten Gellner

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