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Wirtschaft Maersk plant nach Übernahme Einsparungen
Nachrichten Wirtschaft Maersk plant nach Übernahme Einsparungen
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12:15 01.12.2017
Maersk baut sein Imperium aus und spart zugleich ein. Quelle: AP
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Hamburg/Kopenhagen

Nach der Übernahme der Reederei Hamburg Süd will der Schifffahrtskonzern Maersk von 2019 an jährlich bis zu 400 Millionen US-Dollar (aktuell 335,6 Mio Euro) einsparen. Die Kosten würden vor allem durch die Integration und Optimierung der Netzwerke sowie standardisierte Beschaffung sinken, teilte Maersk am Donnerstagabend in Kopenhagen mit.

Nach der Zustimmung von 23 verschiedenen Regulierungsbehörden hat Maersk am Freitag offiziell Hamburg Süd übernommen. Damit rückt Arnt Vespermann an die Spitze des Unternehmens, als Nachfolger von Ottmar Gast, der in den Aufsichtsrat wechselt. Für den neuen Eigner Maersk zieht zudem Søren Toft in das Kontrollgremium ein, der operative Vorstand der Muttergesellschaft.

Oetker stieß Hamburg-Süd wegen Finanzproblemen ab

Maersk hatte vor einem Jahr einen Vorvertrag mit dem vorherigen Eigentümer Oetker über den Erwerb der Hamburg Süd abgeschlossen und im März den Kaufvertrag unterzeichnet. Oetker trennte sich wegen der andauernden Schifffahrtskrise von seinem Reederei-Geschäft und damit von mehr als der Hälfte des Konzernumsatzes.

Die weltgrößte Reederei zahlte 3,7 Milliarden Euro für Hamburg Süd. Nun werden 105 Schiffe in die Maersk-Flotte integriert, die damit auf 773 eigene und gecharterte Schiffe anwächst. Mit Schiffsraum für 4,15 Millionen Standardcontainer (TEU) hält Maersk nunmehr einen Anteil von 19,3 Prozent der weltweiten Kapazitäten.

Jahrelanger Preiskampf der Reederei-Branche

In der Vergangenheit hat der Preiskampf in der Reederei-Wirtschaft einige Unternehmen in unruhige Gewässer geführt. Mit Fusionen reagierte die Branche auf den unsicheren Kurs. Zum Spitzentrio auf den Meeren gehören neben Maersk aus Dänemark die Schweizer Mediterranean Shipping Company (MSC) sowie die chinesische Reederei Cosco. Die größte deutsche Reederei sind die börsennotierten Hamburger von Hapag-Lloyd.

Von RND/krö/dpa

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