Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Magna übernimmt den deutschen Zulieferer Getrag

Auto Magna übernimmt den deutschen Zulieferer Getrag

Die Neuordnung bei den Autozulieferern geht weiter: Der kanadisch-österreichische Konzern Magna kauft für etwa 1,75 Milliarden Euro den deutschen Getriebehersteller Getrag, wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten.

Voriger Artikel
Gewinneinbruch bei Goldman Sachs
Nächster Artikel
Dehoga: Finanzhof weist Klagen gegen Bettensteuer zurück

Mit Magna an der Seite stoße Getrag in eine ganz neue Dimension vor, sagte der Chef des bisherigen Familienunternehmens, Mihir Kotecha.

Quelle: Hendrik Schmidt

Aurora/Untergruppenbach. Mit Magna an der Seite stoße Getrag in eine ganz neue Dimension vor, sagte der Chef des bisherigen Familienunternehmens, Mihir Kotecha. Mit dem neuen Eigentümer werde das Unternehmen künftig noch robuster gegen Marktschwankungen.

Kotecha sagte in einer Telefonkonferenz weiter, die Auftragsbücher des Unternehmens seien gut gefüllt. Magna-Chef Don Walker sagte, im Zuge der laufenden Überprüfung habe man festgestellt, dass der Ausbau des Bereichs Antriebsstrang eine strategische Priorität habe.

Getrag sei ein Technologieführer in seinem Produktbereich. Im Zuge des Geschäfts übernimmt Magna auch Schulden in Höhe von 700 Millionen Euro. Insgesamt werde damit der mehr als 80 Jahre alte Familienbetrieb aus Untergruppenbach in Baden-Württemberg bei dem Geschäft mit 2,45 Milliarden Euro bewertet.

Der konsolidierte Umsatz betrug im vergangenen Jahr 1,7 Milliarden Euro, hinzu kommen weitere 1,6 Milliarden Euro an Erlösen aus Gemeinschaftsunternehmen. Getrag stellte im vergangenen Jahr 3,9 Millionen Getriebe her und beschäftigte weltweit 13 500 Mitarbeiter, davon 4950 in Deutschland.

IG Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger bedauerte den Verkauf. "Andererseits begrüßen wir es, dass mit Magna ein strategischer Investor gefunden wurde, bei dem Getrag gut ins Portfolio passt", meinte Zitzelsberger. Die klare Erwartung sei, dass die Arbeitsplätze erhalten blieben und die Standorte zukunftssicher gemacht würden. "Darüber werden wir zeitnah Gespräche mit der Unternehmensleitung führen."

Es sei kein Stellenabbau geplant, sagte ein Getrag-Sprecher auf Anfrage. Insgesamt besitzt das Unternehmen weltweit 23 Produktions- und Entwicklungsstandorte. Der Zulieferer war 2009 - während der weltweiten Wirtschaftskrise - mit einer Bürgschaft vom Land Baden-Württemberg gestützt worden, damit die Arbeitsplätze geschützt werden. Mittlerweile kann der Zulieferer aber sein Wachstum aus dem laufenden Geschäft finanzieren.

Magna will die Übernahme bis Ende 2015 abschließen. Dem Geschäft müssen die Kartellbehörden noch zustimmen. Getrag-Chef Kotecha sagte weiter, in der Vergangenheit habe es immer mal Gespräche gegeben.

Bosch ist vor Magna nach Berechnungen der Branchenzeitung "Automobilwoche" weiter der weltgrößte Autozulieferer. In der Branche ist seit geraumer Zeit Bewegung.

So hat das Stiftungsunternehmen ZF Friedrichshafen mit Sitz am Bodensee in der Vergangenheit den US-Zulieferer TRW Automotive gekauft. Das Unternehmen rückte damit unter die größten Zulieferer weltweit auf, steigt ins Geschäft mit Elektronik und Sicherheitstechnik im Auto ein und baut sich neue Kompetenz beim automatisierten Fahren auf. Zusammen kommen ZF und TRW derzeit auf rund 30 Milliarden Euro Jahresumsatz und beschäftigen etwa 138 000 Beschäftigte weltweit.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.683,50 +1,62%
TecDAX 1.703,00 +0,98%
EUR/USD 1,0729 +1,84%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

BMW ST 82,11 +3,02%
THYSSENKRUPP 21,88 +2,93%
DAIMLER 64,11 +2,85%
LINDE 155,17 -0,67%
E.ON 6,07 -0,34%
SAP 77,22 +0,61%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 154,79%
Polar Capital Fund AF 102,15%
Stabilitas GOLD+RE AF 93,39%
Morgan Stanley Inv AF 91,64%
First State Invest AF 89,33%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?