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Medienbranche freut sich über Stimmungshoch

Medienbarometer Medienbranche freut sich über Stimmungshoch

Gute Stimmung, weiteres Wachstum, neue Jobs: Die Veröffentlichung des jährlichen Geschäftsklima-Index zeigt, dass die Medienbranche in Brandenburg und Berlin bester Dinge ist. Knapp zwei Drittel der Befragten sind zufrieden oder sehr zufrieden mit dem aktuellen Geschäftsverlauf ihres Unternehmens.

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Die Medien-Branche boomt: Auch der Bedarf an Beschäftigen wächst beständig weiter.

Quelle: dpa

Potsdam. In der Medienbranche der Region herrscht nach wie vor gute Stimmung: 65 Prozent der Unternehmen aus den Bereichen Computerspiele, mobiles Web und Informationstechnologie, Film und Fernsehen, Rundfunk, Presse und Musik sind „zufrieden bis sehr zufrieden“ mit dem aktuellen Geschäftsverlauf ihres Unternehmens. Das geht aus dem vorgestellten Medienbarometer, der bedeutendsten Branchenumfrage 2015 für Brandenburg und Berlin hervor. „Besonders freut uns, dass der Anteil der unzufriedenen Unternehmen mit acht Prozent auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Erhebung 2004 liegt“, sagt Medienboard-Geschäftsführer Helge Jürgens. Insgesamt erwarten laut Medienbarometer mehr als die Hälfte (57 Prozent) steigende und ein Drittel (33 Prozent) der befragten Unternehmen stabile Umsätze für das laufende Jahr 2016, was sich auch auf die Job-Entwicklung auswirkt: Mitarbeiter werden gesucht. Deutlich mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen (62 Prozent) wollen Personal einstellen. „Das sind sieben Prozentpunkte mehr als noch im vergangenen Jahr“, meint Jürgens. Die Branche sei demnach weiterhin auf Wachstumskurs. Seit 2004 habe sich die Zahl der Unternehmen in der Medienbranche der Region beinahe verdoppelt, seien der Umsatz auf 6,3 Milliarden Euro und die Zahl der Beschäftigten auf 65 000 gestiegen, so Jürgens.

Ausblicke

Als wichtigste Zukunftsthemen für ihre Branchen nannte die Hälfte (50 Prozent) der Unternehmen digitale Geschäftsmodelle und 35 Prozent gaben technologische Innovationen an. Dahinter rangieren in der Öffentlichkeit stark diskutierte Themen wie Urheberrecht (21 Prozent), Netzneutralität (11 Prozent) sowie Datenschutz (10 Prozent) und Netzpolitik (6 Prozent).

Von allen Branchen schnitt der Film am besten ab. Der deutsche Kinomarkt blickt auf ein Rekordjahr zurück. Mehr als 139 Millionen Besucher zog es in die Kinos, 14,3 Prozent mehr als 2014. Und mit 37,1 Millionen Besuchern wurden fünf Millionen mehr Karten für einen deutschen Film gelöst als noch im Vorjahr. Dazu trugen vor allem Publikumslieblinge wie „Fuck Ju Göhte“ und Schweigers „Honig im Kopf“ bei.

Besonders in den Bereichen mobiles Web (94 Prozent) und Spiele (69 Prozent) werden Leute gesucht. Kein Wunder, spielen doch mittlerweile 81 Prozent der jungen Menschen Spiele auf ihren Smartphones. Der Trend geht weg vom Tablet zu Hause, heutzutage ist man mobil im Internet unterwegs, erklärt Andrea Peters, Vorstandschefin des Branchennetzwerks Medianet, das mit dem Medienboard gemeinsam den Geschäftsklima-Index herausbringt. Nach wie vor sei es allerdings so, dass sich in der Region richtige große Spieleentwickler noch nicht niedergelassen haben. Obwohl der hiesige Standort überwiegend positiv bewertet wird. Besonders das internationale Image (76 Prozent) kommt an. Überaus kritisch wird allerdings der Stand des Netz- und Breitbandausbaus hierzulande betrachtet. Da sehen 41 Prozent der Befragten einen sehr negativen Einfluss auf ihr Unternehmen.

Befragt nach ihren Geschäftsstrategien lautet das Motto der Unternehmen: „Die Zukunft gehört den Netzwerkern.“ 48 Prozent planen Kooperationen, setzen auf Synergieeffekte. Von Konkurrenzkampf keine Spur. 30 Prozent der Unternehmen sehen ihr Glück im Ausland und wollen sich internationaler aufstellen. Um diese Ideen der Kreativen zu unterstützen und technologische Innovationen sowie digitale Geschäftsmodelle leichter auf den Weg zu bringen, hat die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) Förderprogramme aufgelegt. „Insgesamt hat die ILB im vergangenen Jahr 70 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das hat 615 Millionen Euro Investitionen im Brandenburgischen ausgelöst“, erklärt Gabriela Pantring von der ILB. Ein Förder-Euro habe demnach neun Euro an Investitionen bewirkt. Ganz neu aufgelegt hat die ILB das Programm „Mikro-Kredit“, das sich vor allem an Gründer richtet. Zwischen zwei und 25 000 Euro Darlehen können beantragt werden, zu einem Zins von 1,77 Prozent. Das Programm „Profit Brandenburg“ richtet sich dagegen an größere Unternehmen. Hier sind Zuschüsse bis zu 400 000 Euro zu haben und Darlehen bis zu drei Millionen Euro. Für Freiberufler sowie kleine und mittlere Unternehmen hat die ILB „Gründung Innovativ“ aufgelegt. Hier gibt es Zuschüsse zwischen 25 und 100 000 Euro.

Die Zuschüsse in den Medienstandort haben Erfolg, resümiert Medieboard-Chef Helge Jürgens. „Berlin-Brandenburg ist längst nicht nur die digitale Hauptstadt Deutschlands, sondern international einer der relevantesten Medienstandorte.“

An dem diesjährigen 14. Medienbarometer haben sich 416 Unternehmen, die länger als fünf Jahre bestehen, aus der Region beteiligt.

Von Claudia Palma

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