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Das ändert sich am 1. September

Kindergeld, Flughafenkontrollen, Abgasnormen Das ändert sich am 1. September

Neuer Monat, neue Regeln: Auch im September kommen auf die Bundesbürger einige Umstellungen zu. Flugreisende müssen sich auf Zusatzkontrollen einstellen, während Familien mit Kindern und einige Berufstätige mehr Geld bekommen. Wir haben die neuen Gesetze zusammengefasst.

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Das Kindergeld steigt um vier Euro je Kind und Monat.

Quelle: dpa

Hamburg. Zum 1. September treten mehrere Gesetzesänderungen in Kraft - etwa für Eltern, Fluggäste und Autobesitzer.

Mehr Kindergeld

Die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit zahlt ab September höhere Kindergeldbeträge aus. Bundestag und Bundesrat hatten im Juni und Juli rückwirkend zum 1. Januar eine Anhebung um vier Euro je Kind und Monat beschlossen. Ab September passt die Familienkasse nun die aktuellen Auszahlungssätze an, die Nachzahlung für die Vormonate erfolgt nach Angaben der Bundesagentur spätestens ab Oktober gesondert per Extrazahlung.

Schärfere Passagierkontrollen

Flugreisende müssen sich ab 1. September auf erweiterte Überprüfungen an Flughäfen einstellen. Die EU verlangt ab dann stichprobenartige Kontrollen von Passagieren und Handgepäck auf Sprengstoffspuren, um das Einschmuggeln von versteckten Bomben zu verhindern. Dabei werden etwa Wischproben von Händen genommen und in Analyse-Geräten sekundenschnell untersucht. Flughafenbetreiber rechnen nach eigenen Angaben nicht mit zusätzlicher Wartezeit. Auch an den übrigen Abläufen ändert sich dadurch nichts.

Abgasnormen für Neuwagen

Fabrikneue Pkw werden in der EU ab September nur noch zugelassen, wenn sie die strengere Abgasnorm Euro 6 erfüllen. In der Praxis ändert sich für Autokäufer damit aber vermutlich nur wenig. Die schrittweise Verschärfung erfolgt nach einem schon seit Jahren bekannten Fahrplan, die Autohersteller haben sich längst darauf eingestellt.

Schon seit 1. September vergangenen Jahres müssen alle neu entwickelten Modelle und Motorenvarianten die Euro 6-Norm erfüllen, um eine Großserien-Typenzulassung zu erhalten und in den Markt eingeführt werden zu dürfen. Mit dem jetzigen Stichtag endet also eher so etwas wie eine letzte Übergangsfrist für die vorherigen Modellreihen, die nun ebenfalls nachgerüstet sein müssen oder nicht mehr als fabrikneue Fahrzeuge erstzugelassen werden dürfen.

Neue Energielabel für Heizungen und Boiler

Ab 26. September müssen alle neu in Verkehr gebrachten Zentralheizungen und Geräte zur Warmwasseraufbereitung laut EU-Vorgaben mit einem Energielabel versehen werden, auf dem sich Käufer über deren Energieeffizienzklasse informieren können. Zugelassen sind dann nur Geräte mit Effizienzklassen zwischen A und G. Betroffen sind unter anderem Gas-, Öl- und Elektroheizkessel, Wärmepumpen, elektrische Boiler und Kombinationsverbundsysteme.

Die Vorschrift gilt jedoch nur für ab 26. September neu ausgelieferte Geräte. Lagerbestände bei Händlern dürfen noch abverkauft werden. Ältere Bestandsgeräte sind gar nicht betroffen. Für sie werden voraussichtlich ab dem kommenden Jahr ähnliche Label auf freiwilliger Basis eingeführt, um deren Besitzer besser aufzuklären.

Mehr Geld für einige Arbeitnehmer

Zum 1. September greifen auch Tariferhöhungen in einigen Branchen. Unter anderem kommen die 174.000 Beschäftigten im Innendienst des Versicherungsgewerbes in den Genuss einer Lohnsteigerung von 2,4 Prozent. Es ist die erste Stufe einer Anhebung in zwei Etappen, die Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Mai vereinbart hatten. Die zweite folgt im Oktober nächsten Jahres. Mehr Geld gibt es auch für die Auszubildenden im Bäckerhandwerk. Sie erhalten je nach Lehrjahr zwischen 4,4 und 5,8 Prozent mehr Lohn.

Von MAZonline

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