Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Mehr offene Lehrstellen als Bewerber

Ausbildung Mehr offene Lehrstellen als Bewerber

Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres stehen die Chancen auf eine Lehrstelle in Deutschland noch gut: Die Bundesagentur für Arbeit zählte Ende Juli etwas mehr offene Ausbildungsplätze als noch unversorgte Bewerber.

Voriger Artikel
Äpfel dürften teurer werden
Nächster Artikel
Hitzewelle sorgt für Millionenkosten im Stromnetz

Nach ihrem Abitur beginnen die meisten Schüler ein Studium, weit weniger entscheiden sich für eine Lehre.

Quelle: Matthias Balk

Nürnberg. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Anwärter auch alle fündig werden. Denn wie in den Vorjahren dürfte es wieder einen Ansturm auf einige wenige Berufe geben, die zudem regional unterschiedlich verteilt sind, wie Hans Dietrich vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Während beispielsweise in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Hessen nach Daten der Bundesagentur nicht jedem gemeldeten Bewerber eine betriebliche Ausbildung angeboten werden kann, gab es im Juli in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg deutlich mehr Stellen als gemeldete Bewerber. Auch dort werden aber sowohl Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben als auch junge Leute leer ausgehen, weil für sie im Wunschberuf keine Stelle frei ist und viele nicht zum Umzug oder zu einer alternativen Ausbildung bereit sind.

Für eine abschließende Bewertung ist es noch zu früh - die könne erst vorgenommen werden, wenn auch die Nachvermittlung abgeschlossen ist, wie Dietrich sagte. So wechseln manche Bewerber kurzfristig noch einmal den Ausbildungsplatz oder lösen die Verträge wieder, weil sie doch noch eine Zusage für eine weitere Schulausbildung oder ein Studium bekommen haben. "Die echten Abschlusszahlen werden meistens erst zum Ende des Jahres erfasst, weil da bis zum Dezember hin noch einiges an Dynamik drin ist." 

Vergleichsweise wenig Interesse zeigten die Bewerber bisher an einer Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe, am Bau sowie in zahlreichen Handwerksberufen. Auch die Berufskraftfahrer plagen wie in den Vorjahren Nachwuchssorgen. Dagegen sind Ausbildungsstellen in Büro- und Verwaltungsberufen, in der Tierpflege, in Medien- und gestalterischen Berufen gefragt. Zur Hitliste der beliebtesten Berufe gehörten im vergangenen Ausbildungsjahr beispielsweise auch Verkäufer, Kfz-Mechatroniker und Industriemechaniker. Gut ein Drittel der jungen Leute entschieden sich für einen der zehn gefragtesten Berufe - bei insgesamt rund 250 Ausbildungsberufen, die deutschlandweit angeboten werden.

In den vergangenen Jahren hatten sich Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt zahlenmäßig einander angenähert, nachdem es lange Zeit einen Bewerberüberhang gab. Neben einer rückläufigen Zahl an Schulabgängern trägt dazu auch der Trend zum Studium bei. "Abiturienten orientieren sich stärker Richtung Hochschulen, was natürlich für Leute mit Realschul- und Hauptschulabschluss weitere Chancen eröffnet", sagte Dietrich. Die Betriebe engagierten sich inzwischen auch zunehmend beim Thema Nachhilfe, damit auch schwächere Jugendliche die Anforderungen bewältigen können. 

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.529,50 +0,15%
TecDAX 1.687,00 +0,03%
EUR/USD 1,0673 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Stabilitas PACIFIC AF 140,74%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?