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Milliarden Vergütung für Ökostrom-Erzeuger

Stromnetzbetreiber Edis zieht Bilanz Milliarden Vergütung für Ökostrom-Erzeuger

Der Ökostrom in der Region ist weiter auf dem Vormarsch. Die installierte Leistung entspricht mittlerweile der Gesamtleistung aller noch aktiven Atomkraftwerke, wie der Netzbetrieber Edis mitteilte. Ein Ende des Ausbaus ist nicht abzusehen. An die rund 36 000 Ökostrom-Erzeuger flossen in den vergangenen zehn Jahren Vergütungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro.

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Eine Biogasanlage in Gut Lanke (Brandenburg).

Quelle: dpa

Fürstenwalde. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ist mittlerweile so viel Ökostrom installiert, dass es der Gesamtleistung aller noch am Netz befindlichen sieben Atomkraftwerke entspricht. Das teilte der ostdeutsche Netzbetreiber Edis aus Fürstenwalde (Oder-Spree) am Donnerstag mit. Die Gesamtleistung der dezentralen Stromerzeuger – in der Hauptsache sind das Öko-Stromanlagen – beträgt mehr als 10.000 Megawatt.

Damit kann in Brandenburg theoretisch vier mal so viel Strom produziert werden wie benötigt: Die Jahreshöchstlast – der Zeitpunkt der höchsten gleichzeitigen Stromabnahme im Netz – lag zuletzt bei rund 2400 Megawatt. Ein Ende des Ausbaus ist offenbar nicht abzusehen. „Aktuell liegen uns Anträge über weitere 20.000 Megawatt Erzeugungsleistung vor“, sagte Edis-Vorstandsvorsitzender Alexander Montebaur. „Unsere Mitarbeiter unternehmen zusammen mit Partnerfirmen größte Anstrengungen, um die stetig steigende Zahl von dezentralen Einspeiseanlagen an unsere Netze anzubinden und den eingespeisten Strom aufzunehmen.“

In den vergangenen zehn Jahren hat das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als eine Milliarde Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Netzgebiets gesteckt, dass sich von der Ostsee bis zum Spreewald erstreckt. Dabei wurden mehr als 10 000 Kilometer Stromleitungen modernisiert oder neu gebaut. An die rund 36 000 Einspeiser von Ökostrom flossen rund 1,5 Milliarden Euro Vergütung. Die Vergütung wird über die Stromrechnung in Form der EEG-Umlage finanziert.

Von Torsten Gellner

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