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Mobilfunkauktion spielt 5,1 Milliarden ein

Telekommunikation Mobilfunkauktion spielt 5,1 Milliarden ein

Die Bundesbürger können vor allem auf dem Land auf einen zügigen Ausbau des schnellen Internets hoffen. Für einen Preis von insgesamt 5,1 Milliarden Euro ersteigerten Vodafone, die Deutsche Telekom und Telefónica nach einem dreiwöchigen Bieterkampf neue Frequenzen für den Ausbau des schnellen mobilen Internets in Deutschland, teilte die Bundesnetzagentur am Freitag mit.

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Mit den Nutzungsrechten soll das schnelle mobile Internet in Deutschland vorangetrieben werden.

Quelle: Fredrik von Erichsen

Mainz. t.

Für Handy-Nutzer ist damit ein weiterer Grundstein für mobiles Turbosurfen gelegt. Die Summe ist der bisher zweithöchste Ertrag bei einer Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen in Deutschland.

Der Bundesminister für digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt (CSU), nannte das Ergebnis ein "großartiges Signal" für den Breitbandausbau in Deutschland. Das Förderprogramm starte noch in diesem Jahr. Bis 2018 will Dobrindt in ganz Deutschland eine Übertragung von mindestens 50 Megabit pro Sekunde ermöglichen. "So beseitigen wir die weißen Flecken auf der digitalen Landkarte."

Die Netzagentur hält einen schnellen Ausbau für machbar. "Wir sind da die Tempomacher in Europa", sagte Präsident Jochen Homann zum Abschluss der Auktion in der Niederlassung in Mainz. Den Unternehmen solle nun möglich sein, zügig in den flächendeckenden Netzausbau zu investieren. Er habe nach der Versteigerung 2010 gute Erfahrungen gemacht.

Zum ersten Mal in Europa kamen bei der Versteigerung Frequenzen aus dem Bereich 700 Megahertz unter den Hammer (digitale Dividende II). Dieser Bereich wird noch vom Rundfunk genutzt, soll aber in den kommenden Jahren mit seiner Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 frei werden. Diese Frequenzen, die sich besonders für den Einsatz in ländlichen Regionen eignen und daher sehr begehrt waren, werden nun bis 2019 Schritt für Schritt vollständig für den Mobilfunk nutzbar gemacht.

Die Chefin der Rundfunkkommission der Länder, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), zeigte sich erfreut: "Bundesweit sind rund 1,2 Milliarden Euro für die digitale Dividende II vorgesehen."

Die Auktionserlöse fließen zum großen Teil an den Bund. Der muss sich aber einen Betrag von 1,33 Milliarden Euro, den die Unternehmen für Frequenzen der digitalen Dividende II und aus dem Bereich 1500 Megahertz ausgegeben haben, mit den Ländern teilen. Investiert werden soll die Summe vor allem in den Breitbandausbau wie etwa Glasfasernetze. Die Nutzungsrechte beinhalten eine Verpflichtung zur Versorgung von 98 Prozent der Bevölkerung.

Auch die drei Bieter zeigten sich zufrieden. "Mit den erworbenen Frequenzen werden wir die Digitalisierung Deutschlands weiter vorantreiben", erklärte der Deutschland-Chef der Telekom, Niek Jan van Damme. Damit werde der Konzern seinem Anspruch gerecht, den Kunden das beste Mobilfunknetz zu bieten. Telefónica-Chef Thorsten Dirks sprach von einem werthaltigen Paket, das das Unternehmen erworben habe. Es komme den Kunden zugute, die in Zukunft vom besten Netz mit attraktiven Preisen profitieren würden. Vodafone-Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum erklärte, die Kunden profitierten künftig von noch schnelleren Netzen, einer höheren Qualität und einem besseren Service.

Während die Telekom für die Nutzungsrechte 1,8 Milliarden Euro und Telefónica 1,2 Milliarden Euro berappen müssen, war die Auktion für Vodafone mit 2,1 Milliarden Euro am teuersten. Bei einigen Frequenzblöcken bestand für die Düsseldorfer allerdings Nachholbedarf, so dass mit dem Auktionsergebnis alle Anbieter ähnlich gut mit Frequenzen ausgestattet sind.

dpa

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