Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Mobilfunkbetreiber feilschen um Frequenzen

Telekommunikation Mobilfunkbetreiber feilschen um Frequenzen

Der Startschuss für eine milliardenschwere Auktion ist gefallen: Die Bundesnetzagentur eröffnete in ihrer Mainzer Niederlassung die mit Spannung erwartete Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen für den Ausbau des schnellen Internets.

Voriger Artikel
Neues Mietrecht: Makler scheitern vor Gericht
Nächster Artikel
Rheinmetall will mit polnischem Partner Panzer bauen

Vor fünf Jahren hatte eine Frequenzauktion der Bundesnetzagentur mehr als 4 Milliarden Euro eingebracht.

Quelle: Marcus Brandt

Mainz. "Bei dem Thema geht es letztlich um den Rohstoff für die digitale Zukunft Deutschlands", sagte der Präsident der Behörde, Jochen Homann zum Auftakt der Auktion, die mehrere Tage andauern kann. Als Bieter sind die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2 zugelassen.

"Wir erwarten eine lebhafte Auktion", begegnete Homann der Kritik, dass bei nur drei Teilnehmern schon sehr früh die Versteigerung erlahmen könnte. Auch der Bundesminister für digitale Infrastruktur und Verkehr, Alexander Dobrindt (CSU), äußerte sich zuversichtlich: Er erwarte einen munteren Wettbewerb zwischen den drei großen Mobilfunkanbietern. "Jeden Euro aus der Versteigerung werden wir in den Ausbau von schnellem Breitband investieren". Dabei bezog sich der Minister auf die Erlöse aus den Frequenzen im 700 Megahertz-Bereich, die derzeit noch vom Rundfunk belegt sind.

Allerdings zeigte sich schon in der ersten Bietrunde, dass der Bereich, der als einer der begehrtesten der gesamten Auktion ist, ohne ein größeres Bietgefecht enden könnte und die Auktionserlöse deutlich niedriger ausfallen als von Dobrindt erhofft. So teilten sich die Netzbetreiber die Frequenzen gleich untereinander auf.

Homann sprach von einer richtungsweisenden Auktion für den Wettbewerb und die digitale Zukunft in Europa. Deutschland übernehme eine Vorreiterrolle. Erstmals kommen nämlich die Frequenzen aus dem Bereich 700 Megahertz unter den Hammer. Dabei ist Deutschland das erste Land in Europa, das diese Nutzungsrechte den Mobilfunkern anbietet. Die Frequenzen sind besonders geeignet, die ländlichen Regionen mit schnellen mobilen Internetzugängen zu versorgen.

Darüber hinaus werden in Mainz die alten GSM-Frequenzen versteigert, deren Nutzungsdauer 2016 ausläuft. In den 90er Jahren hatte der digitale Mobilfunk mit diesen Frequenzen seine Erfolgsgeschichte gestartet. Nach dem Zusammenschluss von Telefónica und E-Plus geht es auch um eine gerechtere Verteilung bei der Ausstattung mit dem wichtigsten Rohstoff des Mobilfunks.

Der Deutschland-Chef der Telekom, Jan-Niek van Damme, nannte die Auktion einen richtigen Schritt. Dabei stehe auch der Standort Deutschland im Blickpunkt. "Der Bedarf an hoher Bandbreite und Kapazität in den Netzen nimmt zu", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Zu den Details der Versteigerung wollte er sich nicht äußern. Aber er hoffe auf ein "vernünftiges Ergebnis", nicht nur für die Betreiber, sondern vor allem für die Kunden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft
DAX
Chart
DAX 10.822,00 +1,28%
TecDAX 1.707,00 +0,36%
EUR/USD 1,0713 -0,43%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. BANK 16,77 +8,58%
E.ON 6,42 +4,65%
RWE ST 11,99 +2,29%
MERCK 92,82 -0,70%
HEID. CEMENT 84,05 -0,40%
VOLKSWAGEN VZ 121,39 -0,28%

Wertpapiersuche

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 153,16%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 111,56%
Polar Capital Fund AF 102,45%
Fidelity Funds Glo AF 91,69%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?